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Duderstadt „Wir werden nicht aufgeben“
Die Region Duderstadt „Wir werden nicht aufgeben“
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18:53 29.03.2017
Von Gunnar Müller
Kreistagsmitglieder, Elternvertreter der IGS sowie der frühere stellvertretende Schulleiter der IGS, Rolf Ralle (3. v.l.) diskutierten um Form und Erhalt der IGS in Duderstadt. Quelle: Müller
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Duderstadt

„Nachdem man die Schule mit Millionen Euro in einen top Zustand gesetzt hat, will man sie nicht mehr“, sagte Ulrich van Almsick ratlos, „verstehe das, wer will.“ Die Eltern sähen sich bereits nach Alternativen um, die Stimmung bei den St.-Ursula-Lehrern sei am Boden, so der stellvertretende Elternsprecher: „Wir fühlen uns alle ein bisschen wie vor die Wand gelaufen.“ Kreistag und katholische Kirche tanzten umeinander herum, so eine Zuhörerin. Während die Kirche versuche, Nägel mit Köpfen zu machen, setze sie den Landkreis unter Druck. „Wie zwei bockige Esel“, so Zuhörerin Astrid Heddinga, denn auf den großen Vorteil der IGS, alle Schüler an einen Tisch zu bekommen, werde zu wenig geachtet. Zudem halte sich hartnäckig das Vorurteil, dass die meisten Kinder der IGS Hauptschüler seien.

„Es sind nicht zwei Verhandlungspartner“, ergänzte van Almsick: Einer wolle die Schule loswerden, der andere sie nicht übernehmen. Mit diesem Verfahren, zeigte sich der stellvertretende Elternsprecher überzeugt, lasse man sich die Schule selbst erledigen: keine neuen Anmeldungen mehr, mehr Verunsicherung und somit kaum Bestand für die Zukunft. „Der Landkreis wird auf eine Elternabfrage bestehen“, betonte Rolf Ralle, früherer stellvertretender Schulleiter der Integrierten Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen. „Außerhalb der Stadt Göttingen gibt es eine konservierte Schulstruktur“, erläuterte Dr. Eckard Fascher (Linke), Vorsitzender der Kreistagsfraktion. - Mit einer Ausnahme: der IGS in Duderstadt. So zeigte er sich bei der Umwandlung positiv überrascht von der katholischen Kirche. „Wo sind denn die Eltern? Warum sind die Plätze im Publikum hier so leer?“, fragte Theo Sommer: „Eltern und Schüler müssen für ihre Schule Krach machen!“ Fascher wolle versuchen, das Thema noch einmal am 26. April in die Tagesordnung des Kreistages zu bekommen. „Eine politische Entscheidung gibt es noch nicht“, so Hans-Georg Schwedhelm (Grüne), „aber wir werden mit Kirche und Landkreis erneut das Gespräch suchen.“ Noch sei eine Lösung möglich. „Wir werden nicht aufgeben und sie nicht totreden lassen“, sagte van Almsick entschlossen.

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Schwedhelm forderte daher Interessierte dazu auf, in der kommenden Kreistagssitzung am Freitag, 31. März, Fragen zur Zukunft der IGS zu stellen. Die Kreistagssitzung beginnt um 15 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses der Stadt Göttingen.