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Duderstadt Leo ganz persönlich
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00:15 20.12.2016
Weihnachtshits und eigene Kompositionen: Leo Bartsch bei ihrem Auftritt im Seeburger „Wellenreiter“, begleitet von Bernhard Selbach.
Weihnachtshits und eigene Kompositionen: Leo Bartsch bei ihrem Auftritt im Seeburger „Wellenreiter“, begleitet von Bernhard Selbach. Quelle: Schneemann
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Seeburg

Bernhard Selbach, mit dem Leo Bartsch seit mehreren Jahren zusammenarbeitet, begleitete sie auf der Akustikgitarre. In festlicher Atmosphäre sang Leo im schwarz-goldenem Kleid, umrahmt von zahlreichen Kerzen und Lichterketten. Zu hören gab es bekannte Weihnachtshits wie "Driving Home for Christmas" und "Have Yourself a Merry Little Christmas". Doch das Besondere an diesem Abend waren ihre eigenen Kompositionen.

Leo sang schnörkellos: "Das Leben ist halt nicht immer superschön“, erklärte sie. In ihren Songs ginge es vor allem um ihre eigenen Erfahrungen, erklärte die Eichsfelderin aus Bernshausen, die seit mehreren Jahren in Berlin lebt. Vergangenen Sommer reiste sie mit ihrem VW-Bus durch Frankreich  und schrieb in dieser Zeit die meisten Stücke.

In „Nichts ist für immer“ und  „Unsere Zeit“ verarbeitet sie Liebeskummer, doch sie sang auch über „die Schwelle zum Glück“ von der sie nicht wieder zurück wolle. Ein Lied komponierte sie in der Südsee während der RTL-Nackt-Kuppelshow „Adam sucht Eva“, in der sie dieses Jahr teilgenommen hat: „Ich will nichts, nur frei sein“.

Das Stück „Sonne“ widmete sie ihrer Mutter, die darüber sehr gerührt war. Angela Bartsch begleitete ihre Tochter zwar bei zahlreichen Auftritten, „doch das ist ja immer wieder aufregend“, sagte sie. „Sie hat ja auch zum ersten Mal ihre eigenen Songs dabei“, ergänzte Vater Wolfgang.

Und dass Familie und Freunde zu ihrem ersten eigenen Weihnachtskonzert kamen, war auch für Leo sehr nervenaufreibend. „Teilweise konnten sie ja nachvollziehen, wovon ich singe“, sagte sie nach dem Konzert. Wie es mit den neuen Kompositionen weitergehen soll? „Ich kann noch gar nicht so richtig sagen", erklärte Leo. Erstmal werde sie ihre Bachelorarbeit in Literaturwissenschaften schreiben. Im März bricht sie zu einer sechsmonatige Weltreise auf, um über die nächsten Schritte nachzudenken. Im Gepäck hat sie ihre Gitarre, denn Musik soll weiter eine Rolle spielen. Doch alles solle organisch wachsen können, erklärte die Musikerin.

Von Katrin Westphal