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12:00 01.03.2019
Training der Kindergarde des Hilkeröder Carneval Vereinsunter Leitung von Lisa Vollmer und Adelina Ahlborn.
Training der Kindergarde des Hilkeröder Carneval Vereinsunter Leitung von Lisa Vollmer und Adelina Ahlborn. Quelle: Niklas Richter
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Hilkerode

Seit April 2018 trainieren die neun Mädchen der Kindergarde des Hilkeröder Carnevalsvereins unter Anleitung von Lisa Vollmer und Adelina Ahlborn ihren diesjährigen Showtanz. Nach den Auftritten bei den Büttenabenden im November, ist der Auftritt beim Kinderfasching beim Rosenmontag der große Abschluss für die Mädchen im Alter von sieben bis zehn Jahren.

Den Ablauf des Tanzes kennen die Mädchen genau, doch wenige Tage vor dem Auftritt müssen noch letzte Feinheiten trainiert werden, damit bei der Veranstaltung im Prinz im Holztal auch wirklich jede Bewegung perfekt sitzt. Ein wichtiger Punkt, den die Trainerinnen dabei regelmäßig wiederholen ist „Lächeln“ beziehungsweise „Zähne zeigen“, denn noch sind die Mädchen bei der Ausführung ihrer Schritte hoch konzentriert und vergessen dabei zu lächeln. Außerdem müssen die kleinen Tänzerinnen lernen, dass sie bei den Übungen nicht auf ihre Füße, sondern in Richtung des Publikums gucken. Das war prima“, lobt Vollmer ihre Schützlinge nach einem guten Durchgang des Showtanzes.

Nächstes Jahr kommt ein Gardetanz

Die Kindergarde ist in diesem Jahr mit einem Showtanz dran und im kommenden Jahr wieder mit einem Gardetanz. „Wir haben sechs Garden im Verein und damit es im Programm nicht nur Garde- oder Showtänze gibt, haben wir festgelegt, dass die Garden jedes Jahr den Tanz wechseln“, erklärt Ahlborn. Das Üben eines Showtanzes sei für die Trainer mit zusätzlicher Arbeit verbunden, da zunächst ein Thema gewählt werden müsse, Musik ausgesucht und Kostüme gewählt werden müssten. „Bei unserer Garde müssen wir zudem berücksichtigen, was die Kinder tatsächlich schon leisten können“, sagt Vollmer. Deshalb und um zu erfahren, ob den Kindern die ausgewählte Musik gefalle, werden ihnen die Musik vor dem ersten Training vorgespielt. „Wenn sie dann sagen, dass sie ihnen nicht gefällt, oder sie zu schnell ist, dann müssen wir neu überlegen“, sagt Vollmer. Zu beginn des Trainings treffen sich die Mädchen zweimal die Woche zum Proben. Hier werden dann zunächst die Schritte ohne Musik geübt und langsam zu einem Tanz zusammengefügt. „Wir machen den Kindern die Schritte dann vor, und üben gemeinsam, bis es klappt“, sagen die Trainerinnen. Ein Training dauert eine Stunde.

Üben der richtigen Fingerhaltung

„Knie hoch“ ist eine weitere Korrektur, die die Mädchen von ihren Trainerinnen kurz vor dem Hauptkarnevalswochenende immer wieder erhalten. Sie bezieht sich darauf, dass sie beim Marschieren die Beine richtig hochnehmen sollen. „Außerdem könnt ihr auch die Schultern mit bewegen, dann sieht es besser aus“, erklärt Vollmer den Mädchen. Zudem solle auch eine Bewegung der Hüften erfolgen. Eine Sache, die Ahlborn mit den Mädchen übt, ist die richtige Fingerhaltung, denn diese sollen möglichst geschlossen gehalten werden. „Außerdem dürft ihr während des Auftritts nicht rumzappeln und an eurer Kleidung oder euren Harren ziehen“, sagt Vollmer.

Ein Probedurchgang des Showtanz

Auch wenn beim Auftritt alles perfekt laufen soll, so ist den beiden Trainerinnen wichtig, dass die Mädchen Spaß am Tanz haben und gern zum Training kommen. Deshalb werde das Training auch, sobald der Tanz eigentlich beherrscht werde, auf einmal die Woche reduziert. „Wir fangen auch lieber schon frühzeitig mit dem Training an, damit wir genügend Zeit haben. Weil die Ferien müssen wir auch berücksichtigen, und natürlich kann nicht immer jeder bei jedem Training“, erklärt Ahlborn.

Nach der Saison ist vor der Saison

Ahlborn und Vollmer, die seit elf Jahren selbst in einer Garde des Hilkeröder Carnevalvereins tanzen, hatten die Idee zur Gründung einer Kindergarde vor fünf Jahren. „Wir haben damals mit zehn Kindern angefangen“, erinnern sie sich. Sie seien dankbar, dass auch die Eltern mitziehen und ihre Kinder regelmäßig zum Training bringen. Deshalb versuchen sie auch, trotz eigener Termine, Vollmer schreibt in wenigen Wochen ihre Abiturklausuren, das Training nicht ausfallen zu lassen. „Wir versuchen es immer, so zu regeln, dass mindestens einer von uns da ist, und das Training leiten kann“, erklären sie. Und nach dem Ende der jetzigen Karnevalssaison werden sich Ahlborn und Vollmer zeitnah zusammensetzen, um den Gardetanz für das nächste Jahr vorzubereiten.

Kurz vor Rosenmontag werden die letzten Feinheiten trainiert.

Von Vera Wölk

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