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Duderstadt Letztes Klosterfrühstück 2017
Die Region Duderstadt Letztes Klosterfrühstück 2017
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16:26 23.11.2017
Sabina Mitschke (links) interviewt ihren Gast Jeannette Rheinländer.
Sabina Mitschke (links) interviewt ihren Gast Jeannette Rheinländer. Quelle: ny
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Duderstadt

Mit einen kurzen Rückblick begrüßte Mitschke die Teilnehmerinnen zum letzten Klosterfrühstück 2017. Als Gäste vorgestellt wurden im Jahresverlauf Frauen aus der Mitte der Duderstädter Gesellschaft, „aber alle anderen Frauen hätten hier auch als Interviewpartner sitzen können“, betonte Mitschke des Aspekt, dass hinter jeder Lebensgeschichte auch eine besondere Persönlichkeit stecke.

Jeanette Rheinländer sei vor allem durch ihr großes ehrenamtliches Engagement bei der Lebenshilfe in der Öffentlichkeit bekannt, leitete Mitschke das aktuelle Interview ein. Die Frauen erfuhren, wie Rheinländer ihren Beruf in Vollzeit im Diagnostischen Brustzentrum Göttingen mit dem Zeitaufwand für ihr Ehrenamt vereinbaren kann. Doch auch die berufliche Tätigkeit Rheinländers gab den Frauen Anregungen zu Fragen und Gesprächen. Themen waren unter anderem die Verunsicherung bei der Mammografie und beim Arztbesuch, der Umgang mit Krebsdiagnosen und die Schwierigkeiten im deutschen Gesundheitswesen generell.

Im weiteren Verlauf des Interviews wurde deutlich, wie Rheinländer ihr organisatorisches Talent und ihre Erfahrungen in der Verwaltung auch bei der Lebenshilfe einbringt, wo sie unter anderem die Termine für die Fahrer plant. Um an den Veranstaltungen und Angeboten der Lebenshilfe teilnehmen zu können, würden Menschen mit Behinderung in ihren Heimatorten abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht. Dafür seien mehrere Busse im Einsatz.

Auch mit dem letzen diesjährigen Gast beim Klosterfrühstück hat sich das Anliegen Mitschkes erfüllt, das Besondere an den Frauen im alltäglichen Umfeld herauszustellen und damit auch ein Beispiel für das Besondere in jedem Menschen zu zeigen.

Das Motto der Lebenshilfe „Es ist normal, verschieden zu sein“ hat Mitschke aufgegriffen, um das Jahresmotto für das Klosterfrühstück 2018 festzulegen. Das Programm sei zwar noch nicht ganz fertiggestellt, aber in einem kleinen Ausblick machte die Leiterin des Gästebereichs der Ursulinenstiftung schon einen Vorgschmack auf das kommende Jahr. Behindertenarbeit, politische Regeln nicht nur in diesem Bereich, der Arbeitsalltag mit Beeinträchtigung, pränatale Diagnostik und viele andere Aspekte des Themas sollen beim Klosterfrühstück 2018 beleuchtet werden.J

Von Claudia Nachtwey

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