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Duderstadt Pilger singen und beten im Schein der Kerzen
Die Region Duderstadt Pilger singen und beten im Schein der Kerzen
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00:17 19.08.2016
Von Michael Caspar
Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt. Quelle: aib
Höherberg

„Wir sind hier bald internationaler als Lourdes“, scherzte Kaminski zu Beginn des Gottesdienstes, als er einen Geistlichen aus Honduras und einen Pater aus Jerusalem vorstellte. Weitere Pfarrer aus der Region unterstützten ihn, zudem mehr als 30 Messdiener. Kaminski bekannte in einer leidenschaftlichen Predigt, für die er am Ende kräftigen Applaus bekam, seinen Glauben an das ewige Leben. Die Gottesmutter Maria sei der erste Mensch, der in den Himmel aufgenommen worden sei, die anderen Gläubigen folgten.

„Das ist kein billiger Trost, sondern Heilsgewissheit“, erklärte der Pfarrer kämpferisch. Diese Hoffnung helfe den Christen, auch „in den schwersten, bittersten und schlimmsten Stunden“ nicht den Lebensmut zu verlieren. Sie könnten Ja sagen zu den Herausforderungen des Lebens. Kaminski mahnte die Pilger, Gott in ihrem Leben Raum zu geben. Dadurch würden sie nichts verlieren. Ihr Leben würde vielmehr „größer und reicher“.

Sie kommen aus Bremen, Hildesheim und Paderborn, reisen mit dem Bus aus dem Obereichsfeld und Osnabrück an. Die Lichterprozession auf dem Höherberg zu Mariä Himmelfahrt zieht Menschen von weither an. 2500 Pilger umkreisten am Montag mit Pfarrer Matthias Kaminski singend und betend die Kapelle.

Gebundene Kräutersträuße wurden mit einem Gebet gesegnet. Der Freundeskreis der Schwestern vom kostbaren Blut hatte sie zuvor verkauft. Der Erlös ist für soziale Projekte des Ordens in Afrika bestimmt.

Mittlerweile begann es zu dämmern. Ein frischer Wind kam auf. Mancher holte sich aus dem Auto noch eine Jacke. Die Pilger zündeten ihre Kerzen an und zogen hinter der festlich geschmückten Prozessionsmadonna her. Mit dem Lied „Großer Gott, wir loben Dich“ endete die Marienfeier. 20 Feuerwehrkameraden leuchteten den Berg mit starken Scheinwerfern aus. Die Pilger machten sich in hunderten von Autos auf den Heimweg.

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