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Duderstadt Lidl will Standort in Duderstadt wechseln
Die Region Duderstadt Lidl will Standort in Duderstadt wechseln
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21:29 22.10.2019
Hat Kaufkraft nach Duderstadt gebracht: das Feilenfabrik-Areal. Quelle: meder
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Duderstadt

Seit zehn Jahren bestehe das Handelszentrum Feilenfabrik, berichtet Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). „Damit haben wir einen großen Teil an Kaufkraft zurück nach Duderstadt geholt.“ Zwar habe man sich gewünscht, das gesamte Handelsangebot in der Innenstadt zu haben, aber das sei nicht möglich gewesen. „Es ist aber fantastisch, dass es noch ein Lebensmittelgeschäft in der Innenstadt gibt.“

Die Feilenfabrik habe für einige Veränderung gesorgt. Er verweist auf das Kino mit fünf Sälen, das für ein Mittelzentrum der Größe auch etwas besonderes sei. „Leider fehlt dort die Gastronomie.“ Die Feilenfabrik sei damals gegen den Willen des Investors durchgesetzt worden. „Der Erfolg gibt uns nachträglich recht“, so Nolte. Ein stets gut besuchter Parkplatz macht deutlich, dass die Entscheidung richtig war. Anhand der Autokennzeichen und der Nutzer des Geldautomaten lasse sich erkennen, dass die Kunden zu einem Drittel von außerhalb des Geschäftsbereichs der Sparkasse Duderstadt anreisen.

Tauschgeschäft

Im Bereich des Einzelhandels gebe es nun einige Bewegung. „Der größte Brocken sind dabei Lidl und Kaufland“, erklärt der Bürgermeister. Beide gehören zur Schwarz-Gruppe. Lidl wolle in Duderstadt nun seinen Standort mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche aufgeben und in einen zu errichtenden Neubau mit 1500 Quadratmetern auf dem Kornhaus-Areal verlegen, um näher am jetzigen Handelszentrum vertreten zu sein. Im Gegenzug würde Kaufland auf das bestehende Baurecht für einen SB-Markt mit rund 3200 Quadratmetern Verkaufsfläche verzichten. Das sei positiv, da Kaufland mit seinem Marktangebot der Innenstadt deutlich mehr Konkurrenz machen würde.

Den Plan befürworte er einerseits schweren, andererseits aber auch leichten Herzens, so Nolte. Zwar werde der Standort am Stadtausgang nach Westerode aufgegeben, auf der anderen Seite wäre die Neuansiedlung auf dem Kornhaus-Areal städtebaulich ein großer Schritt. Der müsste aber auf jeden Fall mit dem Verzicht Kauflands auf das Baurecht in der Schöneberger Straße verbunden sein. „Wir haben einen raumordnerischen Vertrag mit dem Landkreis Göttingen, das Flächenangebot des Handels zu reduzieren“, sagt Nolte. Wenn Kaufland verzichte, könne dort Gewerbe angesiedelt werden. Durch die Aufgabe des aktuellen Lidl-Standortes könne die Handelsfläche in einigen Jahren noch weiter reduziert werden.

Wunsch nach Vergrößerung

Auch Aldi habe den Wunsch nach einer größeren Verkaufsfläche geäußert, um das Angebot seines Discountmarktes der Neuzeit anzupassen, so Nolte. Er spricht sich dafür aus, dass zu ermöglichen, nachdem das Hiemisch-Haus abgerissen wurde. Ebenso sollte einer Erweiterung des Pennymarktes am Adenauerring zugestimmt werden. Das sei ein etablierter Standort, der den Stadtbereich in Richtung Ecklingerode abdecke.

„Insgesamt geht es also um eine Reduzierung der Angebotsflächen, aber gleichzeitig auch um eine höhere Attraktivität“, sagt Nolte. Wichtig wäre aber auch, einen Kreisverkehrsplatz zwischen Feilenfabrik und Kornhausareal zu bekommen, um die Erreichbarkeit zu verbessern. Langfristig könne der Einzelhandelsstandort Max-Näder-Straße aufgegeben werden. Darüber hinaus sollte man das Angebot einen anderen „Kornhaus-Standorts“ verfolgen.

Stadtteilentwicklung, Futuring und Denkmalschutz

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Feuerschutz im Rat der stadt Duderstadt und der Ortsrat Duderstadt treffen sich am Donnerstag, 24. Oktober, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Stadthauses zu einer weiteren gemeinsamen Sitzung. Außer die Entwicklung des Einzelhandels stehen auch das Stadtteilentwicklungskonzept Duderstadt - Südwest sowie der Bebauungsplan Nummer 92 „Futuring Duderstadt“ auf der Tagesordnung. Beide Themenpunkte sind in der vorherigen gemeinsamen Sitzung am 23. September ohne Beschlussempfehlung in die aktuelle Sitzung verschoben worden, um die neuen Details noch einmal in den Fraktionen besprechen zu können. Vor allem im Bereich des Futuring-Konzepts war die Form der mehrgeschossigen Wohneinheiten, die dann das Bild des Stadteingangs bestimmen, neu. Auf dem Ziegeleigelände sollen zusammen mit alternativen Wohnformen wie Tiny Houses mehr als 300 Wohnplätze entstehen. Ebenfalls auf der Tagesordnung steht das Städtebauförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“.

Von Rüdiger Franke

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