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Duderstadt Lieblingsplatz und Ort der Qualen
Die Region Duderstadt Lieblingsplatz und Ort der Qualen
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18:41 20.03.2012
Schlägt den Bogen zur Gegenwart: Lehrerin Ute Stecker (l.) mit dem Abi-Jahrgang 1962.
Schlägt den Bogen zur Gegenwart: Lehrerin Ute Stecker (l.) mit dem Abi-Jahrgang 1962. Quelle: Walliser
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Duderstadt

Die Hauptschule steht inzwischen wieder mit dem heutigen Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt (EGD) in Verbindung. Das Gebäude beherbergt als Außenstelle die fünften und sechsten Klassen des EGD.

Ute Stecker, die diese Klassen betreut, übernahm die Führung durch die Räume der Schule. Manch Erinnerung an die Schulzeit wurden dabei geweckt. „So hübsch zurechtgemacht waren die Räume bei uns damals nicht“, hörte man Kommentare aus den Reihen der Besucher. Geteilt waren die Meinungen über bestimmte Fächer. Als es zur Turnhalle ging, wurde sie von manchen ehemaligen Schülern als „Lieblingsplatz“ tituliert, von anderen als „Ort der Qualen“.  Geteilte Meinungen auch über die damaligen Lehrkräfte: „Hätten die Lehrer damals nicht hervorragende Arbeit geleistet, so mancher von uns hätte das Abitur nicht geschafft“, sagte ein Ehemaliger. Ein anderer: „Die meisten Lehrer waren katastrophal“.

Anekdoten

Auch zu Anekdoten reizte der Rundgang. „Ich habe damals dem gefürchteten Direktor mit einer Nadel einen Schweine-Ringelschwanz an die Robe geheftet“, erinnert sich einer der Gold-Abiturienten. Es sei nie herausgekommen, wer das gewesen sei. So solle der Name des Täters auch heute unter dem Mantel des Schweigens verbleiben, schmunzelt er weiter. „Nicht, dass mir noch nachträglich das Abitur aberkannt wird.“

Der Jahrgang hatte sich nie aus den Augen verloren und trifft sich alle fünf Jahre. Das hatte in der Vergangenheit Edwin Unzeitig organisiert, der 2011 gestorben ist. Heute kümmern sich Werner Wallert und Ralf Brandenburg darum. Wallert ist einer derer, die selbst Lehrer geworden waren.

Abschlussfoto

Zum Besuch der früheren Schule gehörte auch ein Gruppenfoto auf der Eingangstreppe. Längst leben nicht mehr alle aus dem Jahrgang, aber soweit möglich, stellten sich die Gold-Abiturienten auf wie beim damaligen Abschlussfoto. Und sie stellten freudig fest „Es ist noch dieselbe Treppe wie damals“.

Von Matthias Moneke