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Duderstadt Lindau: Arbeiten an Rhumewehr verzögern sich
Die Region Duderstadt Lindau: Arbeiten an Rhumewehr verzögern sich
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21:19 16.07.2013
Von Heinz Hobrecht
Am Rhumewehr bei Lindau: Wo der Bagger steht (rechts), soll künftig der Fluss laufen.
Am Rhumewehr bei Lindau: Wo der Bagger steht (rechts), soll künftig der Fluss laufen. Quelle: Pförtner
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Lindau

Das 148 Jahre alte Rhumewehr soll abgerissen und der Fluss renaturiert werden, damit  Fische künftig auch flussaufwärts schwimmen können. Bauträger der Renaturierung ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Die Baukosten betragen 450 000 Euro. Im Rahmen des niedersächsischen Fließgewässerprogramms wird das Vorhaben aus Landes- und EU-Mitteln finanziert.

Ende Mai rückten in Verlängerung des Hardenbergwinkels die Bagger an. Nach ersten Rodungsarbeiten kamen die Erdarbeiten einer Firma aus Nienburg nur langsam voran. Zum einen liegt das am schwammigen und schlammigen Untergrund.

Zum anderen musste die Firma wegen eines Hochwassereinsatzes im Juni bei Oker ihre Arbeiten unterbrechen, wie Achim Stolz vom Landebetrieb erläutert.

Südlich der bisherigen Stauanlage soll das neue Flussbett der Rhume ausgebaut werden, um die ökologische Durchlässigkeit des Flusses wieder herzustellen. So gering wie möglich soll der Eingriff in den Naturhaushalt ausfallen.

Deshalb fänden  die Arbeiten außerhalb der Brut- und Setzzeit der heimischen Tierwelt statt, erläuterte Amadeus Meinhardt-Hey vom Landesbetrieb zu Baubeginn. Die Durchgängigkeit des Flusses sei entscheidend für eine gewässertypische, vielfältige Fischfauna und deren Lebensgemeinschaft.