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Duderstadt Lindau: Biogasanlage stößt auf Ablehnung
Die Region Duderstadt Lindau: Biogasanlage stößt auf Ablehnung
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00:18 31.07.2013
Von Kuno Mahnkopf
Quelle: Mischke (Symbolbild)
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Lindau

Auch nach Verlegung der Zufahrt lehnen Feldmarkgenossenschaft, Realgemeinde und Jagdgenossenschaft Lindau das Projekt kategorisch ab. „Das gilt erst recht, nachdem sich herausgestellt hat, dass täglich Gülle und Geflügelkot aus mehr als 300 Kilometern Entfernung angefahren werden müssen, da es in unmittelbarer Nachbarschaft nicht genug Substrat gibt“, betonen die Vorsitzenden Arno Schlote, Franz Henniges und Arnold Borghold.

Sie seien nicht gegen erneuerbare Energie, die nächsten Biogasanlagen bei Bilshausen, Gieboldehausen und Krebeck würden sich aber nur in zwei bis sechs Kilometern Entfernung befinden. Feldmark- und Jagdgenossenschaft sowie Realgemeinde hätten mit überwiegender Mehrheit die Zufahrt verweigert, es gebe bei den Lindauer Grundbesitzern kaum Akzeptanz für die Anlage. Auch der Gemeinderat Wulften habe das Vorhaben abgelehnt.

Die Gemeinde Bilshausen habe dem Projekt nach Verlegung der Zufahrt, die auch der Piller-Systemfabrik zugute komme, im Grundsatz zugestimmt, sagt Verwaltungsvertreter Klaus-Dieter Grobecker.

Im Rat werde das Vorhaben aber weiterhin kritisch gesehen. Die geplante Biomethananlage, die von der Eon Mitte Wärme GmbH betrieben wird, liegt in der Gemarkung Bilshausen, die benachbarte Biogasanlage der Gesellschaft Bioenergie Südharz in der Gemarkung Lindau. Die Zufahrt kreuzt den Radweg an der Landesstraße nach Wulften.

„Es ist genug, stoppt diesen Wahnsinn“, meinen Schlote, Henniges und Borghold, die sich „um unser Dorf Lindau und die Erhaltung unserer Natur“ sorgen: „Die meisten Bürger sind auf unserer Seite“. An die Lindauer Bürger, die ihre Meinung teilen, appellieren sie, ihre Ablehnung im Rahmen der Auslegungsfrist bis zum 2. August bei der Gemeindeverwaltung Katlenburg-Lindau kundzutun.