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Duderstadt Schüler bewegen Bälle mit Tennisschlägern
Die Region Duderstadt Schüler bewegen Bälle mit Tennisschlägern
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00:27 18.03.2018
Schüler der St.-Elisabeth-Schule in Duderstadt spielen Low-T-Ball. Quelle: Peter Heller
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Duderstadt

Beim Low-T-Ball - Low steht für niedrig oder tief - T für Tennis - wird ein Ball statt über ein Netz mit dem Tennisschläger unter einem Holzbrett hindurch bewegt. Ziel sei es, „durch geschicktes Einsetzen der Banden dafür zu sorgen, dass der Gegner nicht an den Ball kommt“, erklärte Lehrerin Doris Braack, was die Schüler in den vier aufgebauten Spielfeldern praktizierten. Letztendlich gehe es darum, „dass sich die Kinder in der Schule bewegen und zum anderen sollen sie für den Tennissport begeistert werden“, erläuterte Braack.

Erfahrungen sind für das Spiel nicht notwendig

Erfahrungen seien nicht nötig gewesen, so dass alle Schüler an dem Turnier teilnehmen konnten, berichtete die Lehrerin. Während die einen spielten, feuerten die anderen ihre Klassenkameraden vom Spielfeldrand aus an. Pädagogisch sinnvoll sei das Spiel, weil sie Fairness und den Umgang mit Sieg und Niederlage, mit Erfolg und Misserfolg lernen, erklärte Schulleiterin Tanja Niederstraßer. Gefördert werde nicht zuletzt auch der Zusammenhalt innerhalb von Klassen. Wie beim bekannten Tennis endete jedes Spiel mit „Shakehands“, an jedem Feld stand ein Schiedsrichter.

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Seit drei Jahren beteilige sich die Schule nach Braacks Worten an dem vom Tennisverband Niedersachsen Bremen initiierten Schulcup Tennis, durch das die Verantwortlichen über den Tennis-Club Blau-Weiß Duderstadt aufmerksam geworden seien. „Wir haben durch die Aktion neue Mitglieder gewonnen“, berichtete Alec Ungureano, Trainer und Jugendwart des Clubs. Low-T-Ball fördere das Ballgefühl, Beweglichkeit und Kondition. Am schwierigsten für die Schüler sei es, den Ball zurückzuschlagen, wenn der „Gegner“ Aufschlag habe, schilderte er seine Erfahrungen. Jungen spielten in aller Regel kraftvoller spielen. Im Schnitt dauerten die Spiele zwischen zwei und sechs Minuten. Wer zuerst zehn Punkte habe, sei der Sieger. „Wir haben Gruppenspiele gemacht, so dass jedes Kind mindestens zwei Spiele hat“, berichtete Braack,

Die Ausstattung für das Turnier werde leihweise vom Landes-Tennisverband bereitgestellt. Im Sportunterricht seien die Kinder bereits auf das Turnier vorbereitet worden, Bänke hätten dabei die Funktion von Banden übernommen.

Medaillen und Urkunden für erfolgreiche Teilnehmer

Die ersten drei platzierten Mädchen und Jungen jedes Jahrgangs erhielten eine Medaille und eine Urkunde, alle Schüler einen Gutschein für ein Tennis-Schnuppertraining mit Ungureano, das für Sonntag, 8. April, von 11 bis 12 Uhr im Fitmaxx angesetzt ist. Die Jahrgangsbesten können zum Regionsfinale fahren, das im Juni in Osterode ausgerichtet werden soll. Dort haben sie dann die Chance, sich für das Landesfinale zu qualifizieren.

„Man muss sich konzentrieren“, schilderte der siebenjährige Felix seine Erfahrungen. Es sei relativ einfach, durch das Spiel mit der Bande die Richtung des Balles zu beeinflussen, berichtete der Duderstädter, der schon ein paar Jahre Tennis spielt. Der achtjährigen Nina gefiel es besonders, „dass man mit dem Tennisschläger den Ball durchschießen kann“. Dem siebenjährigen Julian machte „die Angabe und das Schlagen am meisten Spaß“. Das „Unterdurchschießen“ begeisterte den achtjährigen Christian, der so wie die anderen genannten Kinder aus Duderstadt stammte.

Nächstes größeres Ereignis an der St.-Elisabeth-Schule ist das Schulfest, das für Freitag, 13. April, von 15 bis 17 Uhr terminiert ist. „Hierzu sind nicht nur unsere eigenen Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien eingeladen, sondern auch die zukünftigen Erstklässler sowie die Sprachförderkinder der Pestalozzischule, die nach den Sommerferien in unser Gebäude umziehen werden“, kündigte Niederstraßer an.

Viel Spaß beim Low-Ball haben auch 65 Kinder der Grundschule in Obernfeld und 148 Kinder der Grundschule in Gieboldehausen gehabt. Drei Tennistrainerinnen des TC Gieboldehausen trugen mit sieben Schülern der zehnten Klasse der KGS als Schiedsrichterunterstützung den Cup in der Turnhalle der Grundschule in Obernfeld aus und mit Schiedsrichterunterstützung von Zehntklässlern der KGS den Cup für die zwei ersten und zwei zweiten Schulklassen der Grundschule Gieboldehausen. Die dritten und vierten Schulkassen haben am Freitag ihren Auftritt. Es gab unter anderem Gutscheine für eine Schnuppertennisstunde beim TC Gieboldehausen.

Von Axel Artmann

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