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Duderstadt Lückenschluss zwischen Brochthausen und Fuhrbach
Die Region Duderstadt Lückenschluss zwischen Brochthausen und Fuhrbach
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18:45 08.11.2013
Von Kuno Mahnkopf
Weser-Harz-Heide-Radfernweg: Erst wird in Richtung Zwinge, dann in Richtung Fuhrbach gebaut. Quelle: Thiele
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Brochthausen

„Daran hatte kaum noch jemand geglaubt“, meinte Brochthausens Ortsbürgermeister Lothar Koch (CDU) beim symbolischen Spatenstich und sprach ebenso wie Landrat Bernhard Reuter (SPD) von einer „unendlichen Geschichte“ mit gutem Ausgang.

Die Entwurfsplanung hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr schon seit Jahren in der Schublade. Der Baustart hatte sich aber immer wieder verzögert. Schuld daran war neben der nicht einfachen Streckenführung im Soolbachtal vor allem der laut Koch „mühselige, nicht zu beschreibende Grunderwerb“.

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Bereits vor Jahren hatte Koch kritisiert, dass das Land mit dem Verkauf der Paterhof-Flächen zwischen Brochthausen und Fuhrbach eine Chance vertan habe. Jetzt musste um jeden Quadratmeter und jeden Weidezaun gefeilscht werden.

Nicht zuletzt sei es dem Einsatz von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und dem Verhandlungsgeschick von Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne) zu verdanken, dass das noch fehlende Teilstück des Weser-Harz-Heide-Radweges nun doch gebaut werden könne, meinte Koch.Nolte betonte die Bedeutung des Projektes auch für die Tourismusförderung.

Endstation

„Hier war wirklich Endstation“, sagte Fuhrbachs Ortsbürgermeisterin Beate Sommerfeld (CDU) beim Spatenstich am Gasthaus Zur Endstation. In ihrer Kindheit habe sie die kurvenreiche Landesstraße zwischen den Bergdörfern noch ohne große Angst mit dem Rad befahren können. Seit der Grenzöfffnung habe sich das aber drastisch geändert.

Straßenbauamtsleiter Günter Hartkens hofft, dass die L 531 durch den Radweg sicherer wird. Den Bauauftrag hat die Firma Kemna aus Nordhausen bekommen. Hartkens nennt eine Investitionssumme von 700 000 Euro. Allein die bereits im Bau befindliche Aluminiumbrücke über den Soolbach am Brochthäuser Hundeübungs-platz koste 130 000 Euro.

Für das 430 Meter lange Teilstück des ansonsten straßenbegleitenden Radwegs, das um den Platz und die Fischteiche herumgeführt wird, hat die Stadt bereits vor Jahren einer Unterhaltungsvereinbarung zugestimmt. Die 300 Meter in Richtung Zwinge, die möglichst noch in diesem Jahr fertiggestellt werden sollen, schaffen eine Verbindung zum vorhandenen Radweg durch die Elleraue nach Hilkerode.