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Duderstadt Marmeladenwettbewerb: Gummibärchen-Gelee schmeckt am besten
Die Region Duderstadt Marmeladenwettbewerb: Gummibärchen-Gelee schmeckt am besten
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16:46 27.10.2019
5. Marmeladenwettbewerb im Rahmen der Nesselröder Kirmes –hier die anweisenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb mit Gewinnerin Maria Mentzel vorn. In der zweiten Reihe links die Zweitplatzierte Magdalena Hellmold sowie rechts die beiden Drittplatzierten Fenja Frölich und Moritz Heller. Quelle: Niklas Richter
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Nesselröden

Mit dem Marmeladenwettbewerb ist am Sonntag die Kirmes in Nesselröden auf die Zielgerade eingebogen. Nachdem der Saal des Gasthauses Schenke schon am Sonnabendabend beim bunten Abend den Angaben von Ortsbürgermeister Bernd Frölich bereits „knackevoll“ war, war auch der Frühschoppen am Sonntagvormittag gut besucht. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: Wer ist die beste Marmeladenköchin oder der kreativste Marmeladenkoch?

Linda Beuermann - mit Tochter Elisa auf dem Arm - gibt ihre Bewertung ab. Quelle: Niklas Richter

Fast anderthalb Stunden lang hatten die Gäste im Saal die Gelegenheit, die 27 Marmeladen im Wettbewerb zu kosten, die mit Nummern versehen aufgereiht auf dem Tisch standen. Hartmut Becker, Ortsratsmitglied und in der Arbeitsgemeinschaft Nesselröder Vereine einer der Organisatoren der Nesselröder Kirmes, und seine Frau Jutta hatten zuvor alles für den Wettbewerb vorbereitet. So bekam jeder, der sein Urteil über die Marmeladen abgeben mochte, drei Klebepunkte, die je nach persönlicher Wertung zur entsprechenden Nummer auf einem Flip-Chart geklebt wurden.

Schon bald zeigte sich eine Häufung an Punkten beim Marmeladenglas mit der Nummer 27. Ein Trend, der bis zum Ende des Wettbewerbs anhalten sollte. Maria Mentzel habe ihre Kreation aus Johannisbeere, Holunder und Himbeere erst am Abend vorher abgegeben, berichtete Hartmut Becker. Schließlich erreichte Mentzel damit sogar die meisten Punkte und wurde damit als Siegerin des fünften Marmeladenwettbewerbs gekürt.

15 Teilnehmer, 27 Sorten

Die Sorten und die Sieger

27 verschiedenen Sortenstanden zur Bewertung auf dem Tisch. Dies waren: Lemon-Curd, Quitten-Konfitüre, Gurkenmarmelade, Löwenzahn-Gelee, Bratapfel-Konfitüre, Himbeere-Erdbeere-Berberitze, Holunder-Marmeladen-Gelee, Quitten-Vanille-Gelee, Pfirsich-Earl-Grey, Pfirsich-Zucchini, Heidelbeere-Vanille, Kirsche-Banane, MC 36-Traum (mit Maria Cron), Birne-Vanille, Feige-Senf, Brombeere-Lakritze, Quitten-Orange, Apfel-Birne-Pflaume, Erdbeere-Rosmarin, Hüttenzauber, Mirabelle, Himbeere-Heidelbeere-Johannisbeere, Kürbis-Ananas-Ingwer, Marshmello-Himbeere-Brombeere, Süße Pflaume, Marshmello-Holunder-Brombeere und Johannisbeere-Holunder-Himbeere (Gummibärchen-Gelee). Am Ende bekamen alle 15 Teilnehmer beim Wettbewerb eine Urkunde. Die Sieger: Fenja Frölich (Lemon-Curd) und Moritz Heller (MC 36-Traum) wurden Dritte, Platz zwei belegte Magdalena Hellmold mit einer Heidelbeer-Vanille-Marmelade und Siegerin wurde Maria Mentzel mit ihrem Gummibärchen-Gelee.

Wettbewerb „stärkt die Gemeinschaft“

Noch während der Verkostung sagte sie, sie habe schon mehrfach am Wettbewerb teilgenommen. Den bezeichnete die Nesselröderin als „eine nette Geschichte“, die das Fest und die Gemeinschaft im Dorf stärke. An den Start gegangen war sie mit einer Mischung aus Johannisbeeren, Holunder und, „ganz wichtig“, Himbeeren. „Aus den Früchten Saft herstellen und mit Zucker und Gelfix zum Gelee verarbeiten“, beschreibt sie die Zubereitung. Mentzel nannte diese am Ende siegreiche Kreation Gummibärchen-Gelee. Sie habe das ihren Kindern und Enkelkindern als Alternative zum namhaften Nuss-Nougat-Brotaufstrich angeboten. Beim heimischen Geschmackstest sei das Gummibärchen-Gelee gut angekommen, bestätigte Wolfgang Mentzel am Sonntag während seiner Bewertungsrunde um den Tisch mit den 27 Gläsern. „Meine Frau macht auch schon mal ausgefallene Sorten“, kommentierte er – „mit Holunder und solche Sachen.“

Bilder vom Wettbewerb

Kostproben kreativer Nesselröder: 27 Marmeladen wurden beim Wettbewerb bewertet.

Kreativität ließen auch die anderen Teilnehmer beim Marmeladenwettbewerb bei der Zubereitung ihrer Aufstriche walten. So war Monika Borchard – Siegerin der vier vorigen Wettbewerbe – diesmal unter anderem mit einer Gurken-Marmelade angetreten. Sie habe das einfach mal probieren wollen, sagte sie. Ihre Kinder und die Nachbarn durften die Gurkenmarmelade bereits probieren. Borchard verriet am Sonntag zwar nicht das Rezept, sagte aber, worauf es beim Marmelade machen ankomme: „Saubere Gläser, und gute Früchte, die noch nicht vergammelt oder zu reif sind. Und wichig, immer eine Prise Salz dazu, denn süß und salzig passen zusammen.“

Probieren der 27 Marmeladen: Jonathan und Fenja Frölich (r.). Quelle: Niklas Richter

„Mein Favorit ist die Nummer vier – die Feige-Senf-Marmelade“, sagte Frank Bommersbach aus Sachsen-Anhalt. Er nahm als Gast beim Nesselröder Marmeladenwettbewerb teil und bezeichnete diesen „als eine tolle Idee“. Das sei etwas, wo jeder kreativ mitmachen könne. Mit der Feige-Senf-Marmelade schaffte es Fenja Frölich nicht auf die vorderen Plätze, aber ihr Lemon-Curd schmeckte den Testern so gut, dass die Punkte dafür am Ende für einen von zwei dritten Plätzen reichte.

„Schmeckt ein bisschen wie bei Oma“

Fenja Frölich kostete zusammen mit Jonathan Frölich auch die anderen Marmeladen. „Sehr lecker“, lautete das Urteil der beiden über den Inhalt von Glas Nummer fünf, „ein bisschen wir bei Oma“, sagte die junge Frau. Mit der Bratapfel-Konfitüre und einer Quitten-Konfitüre war Thomas Stange beim Wettbewerb angetreten. Das erste Mal, wie er sagte. „Wir haben im Garten 40 Obstbäume“, so Stange weiter. Am Ende bekamen alle 15 Teilnehmer beim Wettbewerb eine Urkunde. Hartmut Becker verkündete dann gegen Mittag die Sieger.

Schon am Vortag gefeiert

Am Sonnabend „haben wir alle einen schönen Abend verbracht“, bilanzierte Nesselrödens Ortsbürgermeister Bernd Frölich. Fast alle Vereine aus dem Ort hätten beim Programm des bunten Abends mitgemacht. Besonderes Lob sprach Frölich vor allem dem örtlichen Spielmannstzug aus, der bei der Kirmes mit seinen Darbietungen „omnipräsent und multifunktkional“ gewesen sei. Der Saal sei „knackevoll“ gewesen, die Altersspanne im Saal reichte von acht bis 93 Jahre, freute sich der Ortsbürgermeister. Durch das Programm führten Hartmut Becker und Viola Frölich, beide im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Nesselröder Vereine aktiv.

Fotos vom Bunten Abend

Fast alle Vereine des Ortes bringen sich beim Programm des bunten Abends ein

Highlights seien zum Beispiel der plattdeutsche Beitrag von Giene und Anno alias Ulrich Napp und Mechthild Rittmeier, die das Dorfgeschehen auf skurrile Weise auf die Schippe nahmen, der Rollator-Tanz der Frauengemeinschaft oder das Spinning-Training der Herrensportgruppe gewesen. Das Bühnenprogramm gestalteten Ortsrat, Pfarrgemeinde, TSV-Herrengymnastik, Frankreich-Freunde, Frauengemeinschaft, Spielmannszug, Theatergruppe, TSV-Damengymnastik, Feuerwehr sowie St.-Pauli/Werder-Freunde und HSV-Fanclub/Skiclub.

Die Autorin erreichen Sie per E-Mail an b.eichner-ramm@eichsfelder-tageblatt.de oder unter Telefon 05527/9499712.

Von Britta Eichner-Ramm

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