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Duderstadt Wettkampf der Schäfer bei Gut Herbigshagen
Die Region Duderstadt Wettkampf der Schäfer bei Gut Herbigshagen
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19:03 28.07.2019
„Leistungshüten“ der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde. Quelle: Markus Hartwig
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Herbigshagen

Leistungshüten“, das ist eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde, auf der Schäfer ihr Können messen. Am Wochenende wurde die Schau bei Gut Herbigshagen ausgetragen.

Die Arbeitsgemeinschaft nennt sich abgekürzt AAH und ist ein Zusammenschluss von Schäfern, und Schafhaltern. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Zucht und Haltung der zum Teil vom Aussterben bedrohten „Altdeutschen“ zu fördern, sie in ihrer Vielfalt (Aussehen, Hüteeigenschaften) und als Arbeitshunde zu erhalten und den Nachwuchs für die Hütearbeit sicher zu stellen.

Dreierteams aus Schäfer und zwei Hunden

Zur Vereinsarbeit gehört es auch, dass die Landesgruppen der AAH jährliche „Leistungshüten“ veranstalten. Auf ihnen bekommen Dreierteams aus jeweils einem Schäfer und zwei Hütehunden die Gelegenheit, ihr eingespieltes Können unter Beweis zu stellen. Neun dieser Teams waren am Wochenende anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft auf einem Parcours unterwegs. Dabei wurde deutlich, dass sich hinter der scheinbar romantischen Arbeit des Schäfers eine Menge Anstrengung, Können und Geschick verbirgt.

Als Parcours diente die große Streuobstwiese gegenüber des Besucherparkplatzes zur Heinz-Sielmann-Stiftung. Dieser war so angelegt, dass an drei unterschiedliche Stationen der handwerkliche Alltag eines Schäfers dargestellt wurde. Gleichzeitig wurde auch verdeutlicht, wie das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund funktioniert.

Alltagssituationen

Der Alltag eines Schäfers hat viele Hürden. Sie stellen sich ihm, seiner Hunde und seiner Herde beispielsweise in Form des Autoverkehrs, einer zu überquerenden Brücke sowie großen und kleineren Gehüten, also nicht eingezäunten Freiflächen, entgegen. In dieser Abfolge haben sich die Prüfungen aneinander gereiht. Die Situationen wurden auf den gesamten Parcours von drei Schiedsrichtern beäugt, und zur abschließenden Punktefindung vor Ort notiert.

Das, was sich hier wie selbstverständlich liest, bedeutet für die Hütehunde Höchstleistung. Sie haben die Aufgabe, die Schafherde ohne Unterlass zu dirigieren, zu flankieren und in ihre Schranken zu weisen. So, dass sie immer zusammen bleibt und möglichst kein Tier aus der Masse ausschert – und das alles in ständigem Kontakt zu ihrem Schäfer.

Laufbahnen für die Hunde

Sowohl der Straßenverkehr als auch das Überqueren einer Brücke seien dafür gute Beispiele, erläuterte Schäfer Helmut Reuter, der in der Vergangenheit selbst am Leistungshüten teilgenommen hat und am Wochenende das Geschehen als Zuschauer verfolgte. Beim In-der-Spur-Halten der Herde hatten die Hunde übrigens Vorgaben: Ihre Laufbahnen innerhalb derer sich die Schafe aufhalten sollten, waren niedergemäht und sowohl optisch als auch haptisch gut zu erkennen.

Aber nicht nur die Hunde mussten sich auf der Veranstaltung beweisen, sondern auch die Schafe. „Es ist wie bei uns Menschen – auch die Hunde haben unterschiedliche Eigenschaften, verschiedene Charaktere und eine immer wieder andere Optik, auf die sich die Schafe einstellen müssen“, so Schäferin und Hüteleiterin Simone Müller. Aber die 200 Tiere der stationären Herde von Bernd Bodmann seien in dieser Hinsicht sehr pflegeleicht. Und sie verdeutlichte außerdem, dass eine gut eingespielte Herde die halbe Miete sei; je ruhiger die Tiere, desto mehr könne sich der Schäfer bei solch einer Veranstaltung – ebenso wie im Alltag – auf seine Hunde konzentrieren.

Martin Winz gewinnt den Wettkampf

Wie sich die Teams aus Schäfer und Hunden am Wochenende bewiesen haben, zeigt die Rangliste der drei Besten. Martin Winz (Sachsen Anhalt) ging mit 100 Punkten als Sieger hervor. Ihm folgten Michael Schulze (Sachsen) mit 99 und Frank-Peter Enseroth (Rheinland Pfalz) mit 98 Punkten. Auf der Tagesordnung stand auch die Neuvergabe des Wanderpokals des Freundschaftshütens. Ihn hat Mathias Koch gewonnen, die Trophäe bleibt in Niedersachsen.

Neun Schäfer nehmen mit ihren Hunden an der jährlichen Veranstaltung teil. Unter anderem mussten sie zeigen, wie eine Straße überquert wird.

Von Markus Hartwig

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