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Duderstadt Standort für HGN Cube noch ungewiss
Die Region Duderstadt Standort für HGN Cube noch ungewiss
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00:37 05.03.2018
Duderstadt-2020-Geschäftsführer Karsten Ley, Stadtplaner Dirk Puche, Architekt Michael Schmutzer und Fachbereichsleiter Kultur Horst Bonitz (v.l.) Quelle: Foto: Franke
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Duderstadt

„Bei einigen Aspekten haben wir schon viel erreicht, bei anderen noch nicht so viel“, sagte Karsten Ley, Geschäftsführer von Duderstadt 2020. Der Startschuss sei eigentlich schon mit der Zukunftskonferenz im Juni 2015 gefallen. Damals habe Ottobock-Chef Hans Georg Näder dazu eingeladen, eine Zukunftsvision für Duderstadt im Jahr 2030 zu entwerfen.

In der Vorbereitungsphase seien die Ideen zunächst einmal zusammengestellt worden, erklärte Ley. Die Frage der Umsetzbarkeit stelle sich jetzt in der Planungsphase. Das Hochwassergebiet im Bereich der Talwiese sei dabei einer der Kardinalspunkte. Das Brauereigebäude sei zum Beispiel an die Hochwasserlinie angepasst worden, wodurch eine Art Innenhof zum Schießstand entstehe. Auch ein mögliches Hotel sei in den Planungen versetzt worden, auf die Freifläche zwischen August-Werner-Allee und Worbiser Straße.

Bedarfsanalyse

Ansicht des Masterplans Bereich Talwiese / Ziegelei in Duderstadt Quelle: Architekt Michael Schmutzer

Ungewiss ist derzeit der Standort des HGN Cubes, also der geplanten neuen Veranstaltungshalle. „Wir haben das Objekt in der Planungsskizze noch schemenhaft dargestellt, obwohl wir wissen, dass es so an dem Standort nicht gebaut werden kann“, erklärte Ley. Er hoffe, dass es bis zum nächsten Termin Anfang Mai genauere Erkenntnisse dazu gebe. Auch der See sei erst einmal nur visualisiert worden. Die genaue Gestaltung und auch das Wegenetz soll in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz erfolgen.

Ebenso wie aktuell für die Brauerei werde es auch für die Veranstaltungshalle eine Analyse geben, erläuterte Ley. Was geht mit der Eichsfeldhalle verloren? Welche Alternativen gibt es? Was wird benötigt? „Es besteht kein Interesse, die Lokhalle zu duplizieren“, sagte Ley. Auch solle der HGN Cube nicht in Konkurrenz zur Lokhalle treten, sondern „das Segment von unten anfüttern“. Denn zwischen Kassel, Erfurt, Nordhausen und Hannover gebe es das geplante Segment nicht.

Kulturelles Leben unterstützen

Für die Entwicklung des Cubes sollen Gespräche unter anderem mit den Verantwortlichen der Theater- und Konzertvereinigung (TKV) geführt werden. „Dass sie nicht in der Lage sind, die Halle zu den eigentlich notwendigen Konditionen zu mieten, ist uns bewusst“, sagte Ley. Das gelte auch für andere Veranstaltungen wie den Abschlussball des Gymnasiums. Deshalb werde es einen Bereich geben, in dem Geld verdient werde, „zum Beispiel mit kleinen Messen“, und einen Bereich, „in dem kulturelles Leben in der Stadt unterstützt wird“.

Als nächste Schritte seien unter anderem der Eigentumsübergang, der Antrag der Abrissgenehmigung für Schützenhaus und Eichsfeldhalle sowie der Abriss von Teilbereichen der Ziegelei geplant. Darüber hinaus müssten städtebauliche Verträge geschlossen und Flächennutzungs- und Bebaungspläne aufgestellt werden. Dazu erklärte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), dass der Landkreis Göttingen in Bezug auf den 1:3-Ausgleich für neue Bauflächen signalisiert habe, dass für einzelne begründete Fälle maßgeschneiderte Lösungen angedacht seien. Bei der Ziegelei handele es sich, so Nolte, um die Reaktivierung einer Industriebrache und nicht um neues Bauland.

Informationsveranstaltung zum aktuellen Stand des Masterplans „Duderstadt 2030“ Quelle: Rüdiger Franke

Die Umsetzung des Masterplans funktioniere nur in der Gesamtheit, erläuterte Ley. Jedes Objekt für sich genommen berge Gewinnrisiken, aber untereinander würden sich die einzelnen Bausteine befruchten. „Bislang haben wir aber nur viel Papier erzeugt und noch keinen Spatenstich getan.“ Das solle aber spätestens im Sommer geschehen.

Hier geht es zum Interview mit Hans-Georg Näder nach dem einstimmigen Beschluss des Rates der Stadt Duderstadt zugunsten von Futuring Duderstadt. Dazu gibt es auch die Zahlen des Projekts. Alle Informationen zum Masterplan auf duderstadt2030.de.

Von Rüdiger Franke

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