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Duderstadt Mehr als 300 Gäste bei Wollbrandshäuser Büttenabend
Die Region Duderstadt Mehr als 300 Gäste bei Wollbrandshäuser Büttenabend
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00:30 19.02.2015
Von Kuno Mahnkopf
Junggesellenverein „Gerichtshof Wollbrandshausen“ hat Spaß.
Junggesellenverein „Gerichtshof Wollbrandshausen“ hat Spaß. Quelle: NR
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Wollbrandshausen

Die 125-jährige Fastnachtstradition ist in Wollbrandshausen lebendiger denn je.

Das liegt auch an Zugpferden wie Heiko Schwedhelm, der als Moderator und Animateur durchs Programm führte. Sein Versprechen, keine Witze über Senioren zu machen, ignorierte allerdings Sensenmann Daniel Kopp, der als leibhaftiger Tod mit ins Gesicht gezogener Kapuze in die Bütt stieg und mit schwarzem Humor punktete.

„Nur die Besten sterben jung. Fühlt man sich da nicht vernachlässigt?“, machte er den älteren Gästen „nur ein Angebot“.  Den Holzmichel-Refrain („Ja, er lebt noch“) findet der Tod doof, die Zeugen Jehovas praktisch: „Ich brauch nicht bei denen klingeln, die kommen allein zu mir.“ Anti-Angst-Training („Guckt, so harmlos sehen Radieschen von unten aus“) hatte der Tod ebenso drauf wie ein Schlager-Potpourri („Ein Stein, der deinen Namen trägt“).

Foto: Richter

Eine matriachale Version der katholischen Kirche boten die Damen ohne Namen. Die acht Wollbrandshäuserinnen simulierten eine Bischöfinnen-Konferenz und lehnten es mehrheitlich ab, der Heiligen Mutter in Rom die Aufhebung des Zölibats nahezulegen. Der Sketch, in dem die Männer ihr Fett abkriegten, endete mit einer wundersamen Verwandlung: Unter den Soutanen steckten Teufelinnen in Lackröckchen.

Einen HSV-Fan und eine Partnerin ohne jedwedes Fußballverständnis mimten Lukas Schwedhelm und Jannik Engelhardt, Dirk Engelhardt widmete sich als „Dösbaddel“ dem Klassiker Männer und Frauen. Neben weiteren Sketchen und Büttenreden gab es auch jede Menge Action und Showtänze auf der Bühne im Dorfgemeinschaftshaus.

Die 13 Mitglieder des närrischen Gerichtshofes zeigten den Gästen als Bauarbeiter, wo der Hammer hängt, die Garden aus Bodensee und Gerblingerode Bein. Das Ballett des Männergesangvereins führte einen Panzerknacker-Tanz auf, die Aerobic-Gruppe des Sportvereins knüpfte an Bollywood an.