Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Minister gibt grünes Licht für Flurbereinigung
Die Region Duderstadt Minister gibt grünes Licht für Flurbereinigung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:49 14.07.2009
Soll im Zuge des neuen Flurbereinigungsverfahrens weiter von Bodeneinträgen aus der Landwirtschaft entlastet werden: der Seeburger See.
Soll im Zuge des neuen Flurbereinigungsverfahrens weiter von Bodeneinträgen aus der Landwirtschaft entlastet werden: der Seeburger See. Quelle: OT
Anzeige

Vier südniedersächsische Projekte sind in diesem Jahr neu in das Flurbereinigungsprogramm des Landes aufgenommen worden. Anders als in Tettenborn im Kreis Osterode, wo ein komplexes Verfahren im Zuge der Bundesstraßenverlegung nötig ist, können jetzt in Fredelsloh und Langenholtensen im Kreis Northeim sowie in Seeburg vereinfachte Verfahren eingeleitet werden. Nach der Freigabe durch das Ministerium geht Susanne Hummel vom Göttinger Amt für Landentwicklung davon aus, dass das Seeburger Verfahren samt Widerspruchsmöglichkeiten im Herbst beginnen kann. Zunächst sei nach den Sommerferien ein Aufklärungstermin für alle Beteiligten geplant.

Die Flurbereinigung sei von der Mehrzahl der Landwirte gewollt, die Grundstimmung in Seeburg positiv, meint Hummel. Auch der Seeburger Realverbandsvorsitzende Siegbert Merten berichtet von breiter Zustimmung für das sich über Jahre hinziehende Verfahren. Bis Ende des Jahres solle die Gründungsversammlung für die Teilnehmergemeinschaft erfolgen.

Bereits 1985 Flächen getauscht

Da in Seeburg bereits 1985 im Zuge einer Flurbereinigung Flächen umgelegt wurden, konzentriert sich das neue Verfahren auf Wegebau und Errosionsschutz. Allein auf den Wegebau sollen laut bisherigem Konzept 422000 der insgesamt 580000 Euro Finanzierungsbedarf entfallen – bei 75 Prozent Zuschusshöhe. Dabei geht es vorrangig um eine Verbesserung der Tragfähigkeit für moderne landwirtschaftliche Maschinen.

Aber auch der Errosionsschutz soll nicht zu kurz kommen. Neben der Agrarstruktur soll der Boden- und Gewässerschutz beispielsweise durch so genannte hangparallele Bewirtschaftung von Feldern verbessert werden. Der Landkreis Göttingen hat bereits auf Flächen- und Kostenbedarf für die Verringerung von Sedimenteinträgen in den Seeburger See hingewiesen.

Von Kuno Mahnkopf