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Duderstadt Ministerpräsident Stephan Weil besucht Duderstadt
Die Region Duderstadt Ministerpräsident Stephan Weil besucht Duderstadt
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09:01 16.08.2018
Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil besucht Ottobock in Duderstadt und erhält das Exoskelett mit der Fertigungsnummer 1. Quelle: Swen Pförtner
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Duderstadt

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat im Rahmen seiner Sommerreise am Mittwoch das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock in Duderstadt besucht. Er zeigte er sich beeindruckt von der „tollen Performance“ von Ottobock und den Futuring-Plänen des Unternehmers Hans Georg Näder.

Das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock befinde sich auf Wachstumskurs – und das nicht nur in den vergangenen 99 Jahren, wie Näder dem Ministerpräsidenten berichtete, sondern auch in Zukunft. Näder erläuterte die Struktur des Familienbetriebes und den „Fahrplan in Richtung Zukunft“. Oliver Scheel, seit Januar 2018 Vorsitzender der Geschäftsführung, lieferte die Zahlen dazu. So zähle Ottobock als Medizintechnik-Unternehmen zu den Top 25 der mittelständischen Unternehmen, im Bereich Mobility belege Ottobock mit 42 Prozent weltweit eine dominante Marktposition, und der Umsatz betrage rund eine Milliarde Euro. „Wo wollen sie in fünf Jahren stehen?“, fragte der Ministerpräsident. Scheel sagte „an der Börse“ und den Worten Näders zufolge müsste das Unternehmen im Jahr 2022 bei 1,3 Milliarden Euro und im Jahr 2027 bei zwei Milliarden Euro stehen. Weil lobte die „tolle Performance“ von Ottobock.

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Fotos von der Diskussionsveranstaltung „Auf ein Wort mit Stephan Weil“ in Duderstadt und Rosdorf

Eines der neusten Produkte aus dem Hause Ottobock ist das in Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern entwickelte Exoskelett, das die Industriearbeit über Kopf erleichtern soll. Sönke Rössing, Chef des im Mai gebildeten Geschäftsbereichs Ottobock Industrials, überreichte Weil das Exoskelett mit der Fertigungsnummer 1, das dieser sogleich anlegte und begeistert feststellte: „Toll.“

Schließlich erfuhr der Ministerpräsident auch, dass die Leuchttürme in Südniedersachsen – außer Ottobock auch Symrise, KWS und Sartorius – in vielen Bereichen im Netzwerk zusammenarbeiteten. Näder sprach außerdem über seine Zukunftsideen für seine Heimatstadt Duderstadt und nannte unter dem Stichwort Futuring beispielsweise die Entwicklung des Ziegeleigeländes zu einem „zeitgemäßen, verdichteten Wohnquartier“, das derzeit von den renommierten Chipperfield-Architekten entwickelt werde. Duderstadt könne mit diesem Projekt Vorzeigestadt für andere Regionen sein und den Negativtrend beim Bevölkerungsschwund umdrehen, so Näder. Weil kommentierte: „Es müsste in anderen niedersächsischen Städten ähnliche Mäzene geben wie in Duderstadt.“

Von Britta Eichner-Ramm

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