Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Pfarrgemeinden benennen Ansprechpartner
Die Region Duderstadt Pfarrgemeinden benennen Ansprechpartner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 30.06.2017
Von Rüdiger Franke
Quelle: rf
Anzeige
Duderstadt

„Wir sind die ersten Ansprechpartner“, erklärt Martin Grosche, der gemeinsam mit Lucia Kirscht die Aufgaben als Präventionsfachkraft für St. Cyriakus angenommen hat. Sigrid Nolte sei für das Dekanat ernannt worden. Pfarrer Markus Grabowski in Rhumspringe nennt den Psychologen Gregor Ryncarz als Beauftragten seiner Gemeinde. Die Ansprechpartner seien speziell für diese Aufgabe geschult worden, erklärt Galluschke. Ihre Kontaktdaten werden in den Schaukästen, Pfarrheimen und Pfarrbriefen veröffentlicht.

Arbeitskreis

Anzeige

„Der erste Schritt war, einen Arbeitskreis zu gründen“, sagt Grosche. Die Abläufe in den einzelnen Pfarrgemeinden seien identisch, bestätigte Pfarrer Grabowski. Die Mitglieder des Arbeitskreises, darunter Vertreter aller Kirchorte und Altersschichten sowie von Verbänden, Gremien und Hauptamtlichen, sollten sich mit den auftretenden Fragen beschäftigen sowie einen Verhaltenskodex erstellen. Dazu sei zunächst eine Risikoanalyse notwendig gewesen, so Grosche.

Die Analyse sollte aufdecken, welche Risiken es gibt, so Grosche weiter. „Es war ein spannender Prozess. Wir haben das Unterste nach oben gekehrt.“ Dabei seien zunächst Fragen zur Beleuchtung und Einsehbarkeit der verschiedenen Räume in den Kirchorten gestellt worden. Untersucht worden sei aber auch: Wer hat einen Schlüssel und wann? Wie ist die Situation bei einer Vermietung der Räume? Was ist bei den Sanitärräumen zu beachten? „Wir haben zusätzlich überlegt, was bei Kinder- und Jugendfreizeiten zu beachten ist“, ergänzt Gerswitt Gödecke (Tiftlingerode). Natürlich sei man mit solchen Untersuchungen manchem auf die Füße getreten, erklärte Galluschke. Die Analyse und der daraus resultierende Verhaltenskodex dürften nicht als Angriff oder Beschuldigung gesehen werden, sagt Marlen Reinold (Gerblingerode).

„Wir wollten die Leute für das Thema sensibiliseren“, sagt Kirscht. „Und das Bewusstsein schärfen“, ergänzt Katharina Conrady (Breitenberg), „bei allen, die mit Kindern arbeiten.“ Die Notwendigkeit zeigt Galluschke auf: „Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder und Jugendliche im Ernstfall siebenmal vergeblich versuchen, bei einem Erwachsenen Gehör zu finden.“ Deshalb sei es auch wichtig, den Kindern Mut zu machen und sie zu stärken.

Klare Vorgaben für Präventionskonzept

„Es gibt klare Vorgaben für das Präventionskonzept“, so Grosche. Dazu zählen bei Ehrenamtlichen eine Art Bewerbungsgespräch, ein polizeiliches Führungszeugnis, die Unterschrift unter dem Verhaltenskodex sowie eine Präventionsschulung. „Wer den Kurs nicht macht, kann nicht mit Jugendlichen arbeiten“, erklärt Stefan Dornieden (Mingerode).

Präsentation bei Infoabenden

Vorgestellt werden soll das Konzept bei einem Infoabend für alle Gruppenleiter und Interessierten am 25. Oktober um 19.30 Uhr im Duderstädter Pfarrheim. In Rhumspringe ist der Infoabend bereits auf den 5. September in einem der Pfarrheime terminiert. Mit der Erstellung des Verhaltenskodex und der Benennung der Präventionsbeauftragten ist die arbeit für die Mitglieder des Arbeitskreises aber noch nicht beendet. „Es wird regelmäßig weitere Treffen geben“, sagt Conrady. Geplant sei, sich mindestens einmal im Jahr zusammenzusetzen, bei Bedarf auch öfter.

Kontaktdaten der Präventionsbeauftragten

Für das Dekanat: Sigrid Nolte, 05527/847419

Für die Pfarrei St. Cyriakus: Lucia Kirscht, 0151/21510335 und Martin Grosche, 05527/72414

Für die Pfarrei St. Sebastian Rhumspringe: Gregor Ryncarz, Praxis für Psychologie und Osteopathie, Lohbergstr 18, 37115 Duderstadt