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Duderstadt Mit Karte und Führer auf Wanderwegen
Die Region Duderstadt Mit Karte und Führer auf Wanderwegen
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18:21 17.06.2009
Vor Randwanderkarte am Rathaus: Sabine Eckermann.  Quelle: OT
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Wer zu Fuß oder mit dem Rad das Eichsfeld erkunden will, sollte gut ausgerüstet sein mit einer aktuellen Wander- oder Radwanderkarte. Denn auch in der Natur werden alte Wege verlegt oder müssen neuen weichen, die besser ausgebaut und befestigt sind. Bei der Flut der Karten und Broschüren, die in Hotels, Touristeninformationen, Tankstellen und Buchhandlungen ausliegen, stellt sich schnell die Qual der Wahl ein.

Sabine Eckermann von der Duderstädter Touristeninformation kennt die Probleme der Gäste: „Ein Wanderer braucht eine andere Karte als ein Radfahrer. Auf einer Wanderkarte ist nicht immer zu erkennen, ob die eingezeichneten Wege auch für Fahrräder geeignet sind. Dagegen fehlen  auf einer Radwanderkarte oft die kleineren Fußwege“, so die Fachfrau. In den Regalen der Gästeinformation reihen sich verschiedene Exemplare auf, vom übersichtlichen Faltblatt mit einer Skizze wichtiger Straßen zu Ausflugzielen über Stadtpläne mit umliegenden Rundwegen bis zu topographischen Wanderkarten mit ausführlicher Legende. 

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Eckermann verweist auf die übergroßen Karten in Schaukästen an markanten Plätzen der Region. „Vier Radrouten durch die Goldene Mark“ lautet die Überschrift. Hier kann sich der Radfahrer dank bestimmter Nummern informieren, wo sein momentaner Standpunkt ist und wie es weitergeht. „Wir werden oft gefragt, ob dieser Plan auch als Karte zu kaufen sei, was wir leider immer verneinen müssen“, bedauert Eckermann.

Nördliches Eichsfeld

Christian Mecke, Inhaber der gleichnamigen Duderstädter Buchhandlung, kann bei der Erkundung des Eichsfeldes weiterhelfen. „Gerade ist die topographische Karte Nördliches Eichsfeld neu überarbeitet und aufgelegt worden. Mit einem Maßstab 1:50000 ist neben den großen Wanderwegen wie dem Europäischen Fernwanderweg oder dem Eichsfeldwanderweg auch jeder kleine Pfad zu finden. Dabei umfasst die Karte ein Umfeld vom südlichen Harzrand über das Ohmgebirge und den Dün bis an den Nordrand des Hainich“, berät er Wanderfreunde. Auf der Rückseite der Karte sind beliebte Ausflugsziele mit Foto und kurzem Text dokumentiert. Als Ergänzung gibt es die Karte Südliches Eichsfeld in der dritten Auflage von 2007. Auch die einfacheren „Erlebnistouren“ - Faltblätter mit Freizeittipps sind neben ausführlichen Stadt- und Reiseführern in der Buchhandlung zu finden.

Damit die in den Karten eingezeichneten Wanderwege  begehbar bleiben, werden sie regelmäßig von Wanderwegewarten kontrolliert. Im Eichsfeld ist Bernhard Elsler für die Wege im Duderstädter Bereich zuständig, Jürgen Tegtmeier für den Raum Gieboldehausen und Wilfried Schmidt für die Radolfshäuser Umgebung. „Insgesamt sind wir aber zwölf Leute im Untereichsfeld, sonst würde man das gar nicht schaffen“, erklärt Elsler. Ein Wanderwegewart hat viel zu tun. „Wir dokumentieren die Wege, stellen zusammen mit dem Bauhof neue Schilder auf, beseitigen die zunehmenden Schäden durch Vandalismus und schneiden zugewucherte Pfade und Schilder frei“, beschreibt der Duderstädter seine umfangreichen Aufgaben. 

Wanderführer für Gruppen

Dabei befinde man sich im Aufbruch zu neuen Ufern, so Elsler. Immer öfter werde auch im Eichsfeld nach Wanderführern gefragt, die Gruppen leiten könnten. Wilfried Schmidt habe sich bereits ausgiebig mit der Sache beschäftigt, denn ein Wanderführer müsse auch dementsprechend ausgebildet sein. Dazu gehörten Erste Hilfe, Kartenkunde und Grundkenntnisse im GPS, dem globalen Positionssystem, mit dem man über Handy in Not geratene Wanderer orten kann, erklärt Elsler. Einen ausgebildeten Wanderführer müssten zum Beispiel Hotels vorweisen, wenn sie vom Deutschen Wanderverein das begehrte Zertifikat für eine Wandergaststätte bekommen wollten. 

„Da kann sich auch im Eichsfeld noch einiges entwickeln, was der Region und dem Tourismus, und somit auch den Menschen vor Ort, zu Gute käme“, blickt Elsler in die Zukunft.

Von Claudia Nachtwey