Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Mit Provokationen die Menschen aufrütteln
Die Region Duderstadt Mit Provokationen die Menschen aufrütteln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:36 22.08.2011
Von Heinz Hobrecht
Fallen ins Auge und werfen Fragen auf: Bürgermeister Franz Jacobi mit Handzetteln vor dem Gemeindebüro.
Fallen ins Auge und werfen Fragen auf: Bürgermeister Franz Jacobi mit Handzetteln vor dem Gemeindebüro. Quelle: Blank
Anzeige
Rhumspringe/Lütgenhausen

Sinkende Einwohnerzahlen, Veränderung der Bevölkerungs- und Sozialstrukturen, wegbrechende Arbeitsplätze und geringere Steuereinnahmen in den Gemeindekassen hinterlassen in den Kommunen deutliche Spuren. Auch in Rhumspringe einschließlich Ortsteil Lütgenhausen sind die Folgen zu spüren und werden die Gemeinde verändern.

Mit dem Problem habe sich der Gemeinderat schon längere Zeit befasst, erläutert Bürgermeister Franz Jacobi (CDU). Nun sollen die Einwohner beider Ortsteile direkt in die Diskussionen über Perspektiven und mögliche Handlungsfelder einbezogen werden. Ideen und Überlegungen zur Entwicklung der Dörfer sind gefragt.

Handzettel und Plakate mit provozierenden Aussagen und Fragen sorgten in den vergangenen 14 Tagen in beiden Orten für Gesprächsstoff. „Schwimmen in der Rhume?“, „40-60-80 – scheintot?“ oder auch „Klapp‘ den Bürgersteig doch hoch“ war beispielsweise den Flyern zu entnehmen, die in Geschäften aushingen und bei vielen Einwohnern Neugier weckten, bei manchen auch ratloses Kopfschütteln auslösten.

Hinter der Aktion steht die Einladung an alle Bürger, Institutionen, Firmen und Vereine, sich an der „Zukunftswerkstatt Rhumspringe“ zu beteiligen. Alle Interessierten aus Rhumspringe und Lütgenhausen sind angesprochen. Ausdrücklich solle es in der Zukunftswerkstatt nicht abstrakt um den demografischen Wandel, sondern konkret um die Folgen für die eigene Gemeinde, betont Bürgermeister Jacobi für seine Mitstreiter im Gemeinderat: „Es geht um unsere Dörfer, nicht um andere. Es geht um unsere Zukunft, nicht um die Vergangenheit.“

Themen, Problemfelder, Fragestellungen und mögliche Vorschläge bestimmen die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt nach einer kurzen Einführung selbst. „Wir sind überzeugt, dass es ein großes Potenzial an Kreativität in der Runde geben wird“, sagt Bürgermeister Jacobi. „Ob die Auftaktveranstaltung eine Initialzündung bewirken wird, entscheiden die Rhumspringer und Lütgenhäuser mit ihrer Teilnahme selbst.“

Das erste Treffen findet am Donnerstag, 25. August, um 20 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Rhumspringe statt. Moderieren wird Hartmut Berndt vom Leader-Regionalmanagement des Landkreises Göttingen.