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Duderstadt Mobilfunk: Politiker billigen neue Sendemasten
Die Region Duderstadt Mobilfunk: Politiker billigen neue Sendemasten
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19:21 15.11.2010
Von Kuno Mahnkopf
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Und der First des Sitzes der Stadtverwaltung in der Worbiser Straße kann künftig um fünf Meter von einer Antenne überragt werden, die das Mobilfunkunternehmen Telefonica o2 betreiben will. Beide Vorhaben sind im Bauausschuss ohne Gegenstimme gebilligt worden.

Die Telekom bemüht sich bereits seit 2006 um einen Mobilfunkmasten im Norden Duderstadts. Um das GSM-Netz und später auch das UMTS-Netz zu verbessern, sind geringere Abstände zwischen den Masten nötig. Ursprünglich war ein Standort direkt an der Sulbig-Einmündung in die Herzberger Straße angedacht, weitere auf Drängen der Stadt Duderstadt geprüfte Alternativvorschläge in diesem Bereich erwiesen sich als funktechnisch nicht geeignet.

Der jetzt vorgesehene Standort ist von der historischen Altstadt rund 300 Meter Luftlinie entfernt, wird zu den Straßen Auf der Bleiche und An der Leerenschen Rinne sowie zum Stadtberg durch hohe Bäume abgeschirmt. „In einer Güterabwägung, bei der die Ortsbildbeeinträchtigung aufgrund ihrer relativ geringen Erlebbarkeit hinter den Zugewinn an Netzsicherheit und Leistungsqualität der Mobilfunkversorgung zurücktritt, gelangt die Verwaltung zu der Empfehlung, das gemeindliche Einvernehmen zu dem Standort zu erteilen“, heißt es im Bürokratendeutsch der Beschlussvorlage.

Der 40-Meter-Mast werde Fragen aufwerfen, rät Wolfgang Feike (FDP) zu Gesprächen mit Anwohnern. Die Nachbarschaft sei hier weit gefasst, die Sichtverhältnisse geprüft worden, der Bauantrag für das privilegierte Vorhaben im Außenbereich löse keine Öffentlichkeitsbeteiligung aus, meint hingegen die Verwaltung. Der Duderstädter Ortsrat hat dem Antennenträger bei einer Enthaltung bereits zugestimmt.

Der o2-Sendeanlage auf der wallabgewandten Südseite des Stadthauses muss noch der Personalrat zustimmen. Der für die Systemtechnik zu nutzende Dachgeschossraum liegt außerhalb der Sicherheitsabstände, der finanzielle Gewinn für die Stadt wurde im Fachausschuss nicht öffentlich benannt.