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Duderstadt Musiker Josef Elia hat Duderstadt vermisst
Die Region Duderstadt Musiker Josef Elia hat Duderstadt vermisst
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20:00 09.05.2019
Tourmanagerin Regine Hink und Sänger Josef Elia freuen sich auf den Auftritt der African Vocals im Duderstädter Freibad. Quelle: Wölk
Duderstadt

Die Sänger der ­African Vocals aus Namibia treten am Sonnabend, 11. Mai im Duderstädter Freibad auf. Seit Donnerstagnachmittag sind sie bereits in Duderstadt. Während ihres Aufenthaltes wohnen sie im Ferienparadies Pferdeberg.

Kindern eine Perspektive geben

In diesem Jahr ist die Band, die von Regine Hink betreut wird, mit acht Musikern nach Deutschland gekommen. Seit Ende April tourt das Ensemble bereits durch Deutschland und wird noch bis Ende Juni bleiben. Einige der Musiker, wie Josef Elia, der als erster in Duderstadt eintraf, sind bereits zum dritten Mal mit in Deutschland. Sie stammen aus dem namibischen Swakopmund, und wollen mit ihrer Musik soziale Projekte in Mondesa unterstützen. Mondesa ist ein Vorort von Swakomund und aus diesem stammt ein Großteil der African Vocals Sänger. Die Mitglieder der A-cappella-Gruppe sind zwischen 21 und 29 Jahren alt. „Sie selbst haben durch die Musik eine Perspektive und wollen benachteiligten Kindern in Mondesa helfen“, sagt Hink, die sich ehrenamtlich den Musikern annimmt.

Gute Erinnerungen an Auftritt vor zwei Jahren

Für Josef ist es, schön wieder in Duderstadt zu sein. „Mir gefällt es hier sehr gut und ich habe es vermisst“, berichtet er. Strahlend zeigt er vom Pferdeberg in Richtung der Stadt, wo er am Sonnabend wieder auf der Open-Air Bühne stehen wird. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm das Straßenkonzert von vor zwei Jahren, denn dabei habe er gesehen, wie viele unterschiedliche Menschen in Duderstadt wohnen. „Mir gefallen aber auch die Geschichte der Stadt und das Essen“, sagt er. Josef, der als Sänger für Sopran und Alt Bestandteil der African Vocals ist, berichtet, dass es ihm wichtig sei mit den Konzerten in Deutschland das Leben in den Townships, den Armenviertel Südafrikas, bekannter zu machen. „Außerdem wollen wir mit den Einnahmen aus den Konzerten Kindern aus den Townships Perspektiven aufzeigen“, sagt er. Sowohl mit den Kindern als auch mit den Konzertbesuchern möchte Josef zudem die Liebe zur Musik teilen. „In Deutschland möchten wir den Menschen ein Gefühl für die Musik Namibias geben“, sagt er. Das Konzert im Freibad beginnt am Sonnabend um 17 Uhr.

Tour durch Namibia organisiert

Damit die Musiker in Deutschland überhaupt auftreten können, sei es, notwendig Sponsoren zu finden, die die Kosten übernehmen. Hink selbst, hat den Kontakt zur Gruppe über einen Deutschen bekommen, der die Gruppe in Namibia kennengelernt hat. „Ich habe für die Jungs auch schon eine Tour durch Namibia organisiert“, berichtet sie. Hierbei wollten die Musiker ihre Projekte auch in ihrem Heimatland bekannter machen.

Karten für Konzert gewinnen

Die A-cappella-Band African Vocals aus Namibia gibt ein Konzert beim Pre-Opening des Duderstädter Freibades, August-Werner-Allee, am Sonnabend, 11. Mai. Das Open-Air-Konzert am Beckenrand beginnt um 17 Uhr. Das Tageblatt verlost dreimal zwei Karten für die Musikveranstaltung. Wer gewinnen möchte, kann am Freitag, 10. Mai, zwischen 7 und 13 Uhr unter Telefon 0137/8600273 anrufen und deutlich seinen Namen, Anschrift und Telefonnummer sowie das Stichwort „African Vocals“ auf Band sprechen. (0,50 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden informiert.

Um eine Perspektive zu haben, ist laut Hink eine gute Ausbildung notwendig. Deshalb unterstützen die Musiker der African Vocals Projekte in denen Kinder und Jugendliche nach der Schule noch Unterricht in den Bereichen Musik, Sport und PC bekommen. Gegründet wurde die Band 2012 mit fünf Mitgliedern, mittlerweile gehören ihr zwölf an. „Wegen der Kosten konnten wir allerdings nur acht von ihnen nach Deutschland holen“, sagt Hink. Auf die Kosten sei es auch zurückzuführen, dass die Band keine Instrumente habe, sondern a cappella singe. „Instrumente konnten sie sich einfach damals nicht leisten“, sagt Hink. Mittlerweile nutzen die Musiker allerdings Trommeln zur Rhythmus-Unterstützung. „Ihr großer Traum ist es, dass es ihnen irgendwann gelingt,von der Musik leben zu können“, erklärt die ehrenamtliche Tourmanagerin.

Unterstützung bei der Tourorganisation bekommt Hink unter anderem vom Generalkonsul der Republik Namibia für Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt Burchard Führer, und von der German Namibian Association. Für die Musiker sei Deutschland durch die zahlreichen Auftritte in den verschiedensten Städten so etwas wie eine zweite Heimat geworden.

Von Vera Wölk

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