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Duderstadt Nähen, sägen – und dabei Vorurteile abbauen
Die Region Duderstadt Nähen, sägen – und dabei Vorurteile abbauen
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18:45 27.03.2012
Ein etwas anderer Ferientag mit kniffeligen Herausforderungen: Nelia beim Besuch in der GAB-Nähwerkstatt.
Ein etwas anderer Ferientag mit kniffeligen Herausforderungen: Nelia beim Besuch in der GAB-Nähwerkstatt. Quelle: Blank
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Duderstadt

Das beweist ein neues Angebot des Jufis, das in Kooperation mit der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) entstanden ist. Die Kinder dürfen an zwei Tagen die GAB am Euzenberg besuchen und dort die Werkstätten für Holz, Metall, Näharbeiten und die Küche nutzen. „Es gibt hier zentral an einem Ort viele Einblicke in verschiedene Handwerke. Da können die Kinder Sachen ausprobieren, wozu sie sonst kaum Gelegenheit haben“, sagt Stephanie Fliege-Molder, Leiterin des Bereichs Arbeitsförderung.

An den Maschinen werden die Kinder von Fachleuten unterstützt, entweder von versierten Teilnehmern einer Weiterbildungsmaßnahme oder von Andreas Klose, Leiter der Holzwerkstatt. Aber nicht nur handwerkliche Möglichkeiten sprechen für dieses Projekt. „Manche Eltern werden arbeitslos und nehmen an einer Maßnahme teil, manche Eltern arbeiten hier als Ausbilder. Es ist sinnvoll, Kindern Einblicke zu geben, um Vorurteile abzubauen“, erklärt Fliege-Molder. „Von den Teilnehmern sind einige selbst Väter. Für die ist das auch toll, hier die Kinder mitzubetreuen. Das funktioniert richtig gut“, lobt Klose das Zusammenspiel.

Grillen im internationalen Garten

Das zweitägige Projekt endet im internationalen Garten auf den Talwiesen mit einer Spiel- und Grillaktion. Hier sollen die Kinder zusätzlich mit dem Thema Nachhaltigkeit vertraut gemacht werden. „Zwei alte Kirschbäume mussten auf dem städtischen Grundstück weichen, nun pflanzen wir gemeinsam neue an“, erklärt Anja Belz. Die Fachfrau für Umweltbildung leitet bei der Aktion die Kinder in verschiedenen Bereichen an. Außerdem helfen einige ältere Jugendliche aus dem Jufi freiwillig in ihren Ferien bei der Betreuung der Jüngeren.

Bei den Kindern kommt die Kombination aus Spiel, Spaß, Ausprobieren und Lernen auch gut an. Während in den Holz- und Metallwerkstätten gesägt und gehämmert wird, duftet es in der Küche nach frischen Muffins – und nach Essig, der die Farbe auf den Ostereiern halten soll.
In der Nähwerkstatt werden aus Stoff und Filz Schlüsselanhänger und Osterdekoration hergestellt, und ein paar Räume weiter riecht es nach frischer Acrylfarbe. Dort pinseln die Kinder hölzerne Hasen, Blumen und Eier bunt an. „Hier können wir alles mal ausprobieren“, loben die jungen Teilnehmer einstimmig das Angebot.

Von Claudia Nachtwey

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