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Duderstadt Was ändert sich für St. Martini in Duderstadt?
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00:22 12.05.2018
Führung Krankenhaus und Altenpflegeheim St. Martini Duderstadt (v.l.): Pflegedienstleiter Olaf Barthel, Pflegedienstleiterin Katrin Markert, Ärztlicher Direktor Dr. Udo Iseke, Geschäftsführer Markus Kohlstedde Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

„Für den Krankenhausbetrieb ändert sich nichts“, erzählte der Ärztliche Direktor Dr. Udo Iseke. Auch für die Belegschaft ändere sich nichts, weder bei den Rahmenverträgen noch bei den Arbeitsbedingungen. Vielmehr können Synergieeffekte auf Verbundebene genutzt werden, zum Beispiel im Einkauf, ergänzte Florian Grewe, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Vinzenz-Verbund Hildesheim. Mit 15 Krankenhäusern im Elisabeth Vinzenz Verbund aufzutreten plus der anderen Einrichtungen verschaffe dem Verbund eine bessere Marktposition.

Keine Überlebenschance für kleine Häuser

„Kleine Einzelhäuser haben in der heutigen Zeit keine Überlebenschance mehr“, erläuterte St.-Martini-Geschäftsführer Markus Kohlstedde. Deshalb sei es wichtig, möglichst starke Verbände zu schaffen. Die einzelnen Häuser im Verbund können auch wirtschaftlich aus dem Zusammenschluss profitieren.

Eigenständigkeit bleibt

Im EVV arbeiten insgesamt mehr als 8500 Mitarbeiter, sagte Grewe. Im Gegensatz zum VVH mit seiner Betonung der Zentralisierung und seiner starken Zentrale in Hildesheim habe der EVV lediglich eine kleine Konzernzentrale in Berlin, so Grewe. Der EVV setze auf die Eigenständigkeit der Häuser, fügte Iseke hinzu. Ziel sei, gegenseitig voneinander zu lernen.

Wissenstransfer

Grewe verwies mit Blick auf den Wissenstransfer beziehungsweise das Wissensmanagement auf die sehr vielfältigen Einrichtungen mit verschiedenen Spezialisierungen und unterschiedlichen Projekten. „Wenn in Halle, Berlin oder Duderstadt ein gutes Projekt eines Spezialisten oder einer IT-Umstellung gut gelaufen ist, versuchen die anderen, daraus zu lernen und können so vielleicht die Anfangsschwierigkeiten minimieren“, erläutert Iseke.

Zusammenarbeit mit UMG

Doch müssen die Patienten in Duderstadt jetzt fürchten, zum Beispiel nach Halle oder Berlin verlegt zu werden? „Die Verlegung von Patienten ist nicht geplant“, erwidert Iseke. Man werde untereinander nur versuchen, das Know-how der Nachbarkliniken zu nutzen. „Wir sind schließlich auch Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).“ In schwierigen Fällen würde dann die Expertise der UMG genutzt und nicht im Verbund verschoben. Immerhin sei der Maximalversorger nur 25 Kilometer entfernt.

Vinzentinisches Charisma erhalten

Auch im Bereich des Altenpflegeheims gebe es nur eine Änderung der Trägerschaft, erklärt Grewe, „mit eventuell ökonomischen Verbesserungen“. Das Leitbild und das vinzentinische Charisma würden aber erhalten bleiben, auch um die christliche Werteverankerung zu sichern.

Werte und Werk sichern

Als Idee hinter all den Konstrukten stehen die Überlegungen, wie die Ordensgemeinschaften ihr Werk sichern können, erläutert Grewe. An anderen Stellen in Deutschland seien Häuser auch schon an private Träger abgegeben worden. Das soll hier nicht passieren. Deshalb werde auch eine Stabstelle eingerichtet, um die Werte und das Werk der Ordensschwestern weiterzutragen.

Regionale Dienstleister

Bei allen Entscheidungen gehe es auch um Arbeitsplätze. Hier sei nicht geplant, etwas zu verändern, so Grewe. Alle Verträge behalten ihre Gültigkeit. Eigentlich ändere sich nur der Gesellschafter. Auch sei geplant bei extern eingekauften Leistungen weiterhin, so es möglich sei, regionale Dienstleister zu nutzen. Allerdings werde im Verbund geprüft, ob in einzelnen Bereichen, wie zum Beispiel im Einkauf, Synergien genutzt werden können.

Gewachsener Charakter bleibt

Auch beim äußeren Auftreten müssen sich die Menschen nicht umgewöhnen. „Die Einrichtungen behalten auch optisch ihren gewachsenen Charakter“, sagte Grewe. Sie behalten ihr Logo und ihre Farben. Statt St. Martini Vinzenz-Verbund heiße es nun aber St. Martini Duderstadt. Auf einen Punkt wies Grewe abschließend hin: Der Vertrag sei zwar am 1. Mai unterschrieben worden, gelte wirtschaftlich aber rückwirkend zum 1. Januar.

Von Rüdiger Franke

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