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Duderstadt Neue Brücke schließt Lücke
Die Region Duderstadt Neue Brücke schließt Lücke
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20:22 04.11.2017
Treffen zur offiziellen Freigabe der neuen Brücke über die Nathe bei Westerode. Quelle: Eichner-Ramm
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Westerode

Die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Nathe bei Westerode ist fertig. Am Sonnabend ist sie offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Damit sei ein lange gehegter Wunsch der Westeröder in Erfüllung gegangen, wurde betont.

Die neue Brücke bietet Fußgängern und Radfahrern die Möglichkeit, das Sport- und Freizeitzentrum mit dem Eulensee bequem zu erreichen. Sie bilde nun den Lückenschluss für einen etwa vier Kilometer langen Rundweg. Seine Ursprünge hatte das Projekt nach Angaben von Westerodes Ortsbürgermeister Bernward Vollmer (CDU) im Rahmen der Flurbereinigung, die mit Bau der Ortsumgehung notwendig geworden war. Werde nun noch der Abschnitt der B-247-Verlegung im nördlichen Bereich zwischen Obernfeld und Mingerode gebaut, sei Westerode von Straßen umringt. Die Wege samt der neuen Nathebrücke seien eine Verbindung nach Mingerode und Obernfeld.

„Wir haben nicht aufgegeben“

Die jetzt geschaffene Anbindung des Sport- und Freizeitzentrums von Westerode über den Rundweg „ohne verkehrliche Bedeutung“, so Vollmer, habe sich der Ortsrat schon vor Jahren gewünscht. Das Projekt in die Dorferneuerung mit aufzunehmen und mitfinanziert zu bekommen, sei zwar nicht gelungen, „aber wir haben nicht aufgegeben“.

Möglich geworden sei das Projekt schließlich durch das gute Zusammenspiel aller Beteiligten, sagte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte. Er erinnerte am Sonnabend auf der neuen Brücke mit Betonfundament und Stahlaufbau an die Vorgeschichte. Schon als Westerode am 1. Februar 1971 als erstes Dorf mit der Stadt Duderstadt zusammenging, habe es den Gedanken an ein Sport- und Freizeitgelände in der Blumenau gegeben. Schritt für Schritt sei das Projekt umgesetzt worden, einschließlich des Eulensees. Einige Wegeverbindungen zu den Westeröder Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten seien im Rahmen der Flurbereinigung entstanden. Die Idee, über „den reißenden Gebirgsbach“ Nathe eine Brücke zu bauen, fand Unterstützung in den politischen Gremien. Dabei sei abzuwägen gewesen, ob man Geld für eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke für wichtiger halte als für andere Projekte. Am Ende habe sich die Stadt Duderstadt mit 63 000 Euro für Brückenneubau und die Weganschlüsse von beiden Seiten an den Kosten beteiligt.

Gesamtkosten rund 130 000 Euro

Die Gesamtkosten für das Projekt schätzte Dietmar Engelhardt, bei der Stadt Duderstadt unter anderem zuständig für die Flurbereinigung, auf rund 130 000 Euro. Etwa 50 Prozent seien aus sogenannten Kultur- und Erholungsmitteln des Landes finanziert worden. Für den Brückenbau mussten einige Pappeln gefällt werden, es sollen aber neue Bäume gepflanzt werden, kündigte Engelhardt an.

Die neue Brücke war im Juli gerade fertig geworden, als Starkregen den Bach Nathe haben anschwellen lassen. Bis knapp unterhalb der Brücke habe das Wasser gestanden, erinnert sich Herbert Hölscher, der die Flurbereinigung begleitet hatte. Ortsbürgermeister Vollmer lobte, dass die Landwirte das Projekt mitgetragen hätten. Der scheidende Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrat Lothar Koch (CDU) zeigte sich begeistert von der neuen Wegeverbindung und sprach von einer „schönen Bereicherung vor dem Hintergrund, dass Westerode eingeklemmt“ werde durch die Ortsumgehungen. „Schön, dass die Westeröder einen langen Atem hatten“, sagte Koch. Als Erstlingskind der Stadt Duderstadt ruhe deren Wohlwollen auf der Ortschaft.

Von Britta Eichner-Ramm

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