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Duderstadt Neue Medien, neue Probleme: Jugendliche und das Internet
Die Region Duderstadt Neue Medien, neue Probleme: Jugendliche und das Internet
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18:57 04.01.2011
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Daneben werden weiterhin Fernsehen, Radio und Print-Medien genutzt. Doch wo intensiv ist die Nutzung im Alltag von Jugendlichen, und welche Medien entsprechen ihren Bedürfnissen? Solche Fragen untersucht seit dreizehn Jahren die Studienreihe JIM (Jugend, Information, Multi-Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) in ihrer Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. Dabei werden Themen wie Datenschutz, Jugendschutz, Gefahren und Chancen der Medien einbezogen.

Jugendliche nennen Musik hören und Nutzung des Internets als wichtigste Medienaktivitäten. Aber auch Fernsehen und Radio bleiben fester Bestandteil der Medienwelt von Jugendlichen. Außerdem lesen sie weiterhin Bücher und Tageszeitungen. Letzteres wird zunehmend auch online genutzt. Das Internet ist für Jugendliche vor allem eine Plattform zur Kommunikation, hiermit verbringen sie die Hälfte ihrer gesamten Online-Nutzung. Mehr Sensibilität als in den Vorjahren herrscht bei dem Umgang mit Daten. Jugendliche machen deutlich häufiger von der Möglichkeit Gebrauch, die Zugänglichkeit der Daten auf einen bestimmten Personenkreis einzuschränken.
Hinsichtlich der Gefahren im Internet nennen Jugendliche in erster Linie Abzocke, Betrug, Viren, Datenmissbrauch und Cybermobbing. 15 Prozent der Internet-Nutzer beklagen, dass jemand schon einmal peinliche oder beleidigende Bilder über sie im Internet verbreitet hat. Das Internet wird auch genutzt, um neue Leute kennenzulernen. Hierbei geht es bei jedem Vierten über virtuelle Kontakte hinaus, und man trifft sich auch im realen Leben. Für jeden Fünften davon war die Begegnung dann allerdings eher unangenehm.

Rund 35 Prozent der Jugendlichen nutzen regelmäßig elektronische Spiele, wobei der Anteil bei Jungen dreimal höher ist als bei Mädchen. Jeder dritte Spieler gibt zu, gewaltgeprägte Spiele zu nutzen.
Beim Handy dokumentiert die JIM-Studie eine Vollversorgung, praktisch jeder Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren hat ein eigenes Handy. Und das Fernsehen ist auch in einer multimedialen Welt für fast zwei Drittel der Jugendlichen ein täglicher Begleiter. Am beliebtesten sind hier Daily Soaps und Casting-Shows.

Neue Angebote und Nutzungsformen bringen laut Studie neben neuen Chancen oft auch neue Problemstellungen mit sich. Hier empfiehlt man Wachsamkeit, um die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und den Jugendlichen, Eltern und Pädagogen rechtzeitig entsprechende Hilfestellungen anzubieten. Weitere Informationen beim Medienportal Südwest.

medienportal.de

Von Claudia Nachtwey