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Duderstadt Streuobstlehrpfad Mingerode: Neue Bäume alter Sorten gepflanzt
Die Region Duderstadt Streuobstlehrpfad Mingerode: Neue Bäume alter Sorten gepflanzt
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17:00 03.12.2019
Pflanzaktion am Streuobstlehrpfad bei Mingerode –hier (v.l.) Wolfgang Dannat, Hans-Hugo Bernhard, Giesbert Lange und Dirk Nörthemann. Quelle: Denise Dannat / R
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Mingerode

Etwa seit den 1920er-Jahren gibt es die Allee von Obstbäumen entlang des historischen Handelsweges zwischen Mingerode und der Sulbergwarte bei Duderstadt. Einige der Obstbäume seien inzwischen in die Jahre gekommen. Sie waren morsch und mussten entfernt werden, berichtet Wolfgang Dannat, zweiter Vorsitzender des Naturschutzbundes (NABU) Untereichsfeld. Andere seien vertrocknet gewesen. Auch sie wurden kürzlich gefällt.

Für die entstandenen Lücken des Streuobstlehrpfades hat der NABU Untereichsfeld, der sich seit 2012 um die Pflege des Streuobstlehrpfades kümmert, Ersatz beschafft. Insgesamt 20 neue Obstbäume sollen für Ersatz der entfernten Exemplare dienen, erklärt Dannat. Die erste Hälfte der Jung-Bäume haben die sechs Ehrenamtlichen des NABU mit Unterstützung des Mingeröder Ortsheimatpflegers Dennis Kohl am vergangenen Sonnabend in die Erde gebracht. Der Rest soll im Rahmen einer zweiten Pflanzaktion folgen, kündigt der zweite Vorsitzende an.

16 Apfel- und vier Quittenbäume

Ausgewählt wurden für die Neuanpflanzung entlang des Streuobstlehrpfades 16 Apfel- und vier Quittenbäume. Dabei handle es sich ausschließlich um alte Sorten, betont Dannat. Bei den Apfelbäumen handle es sich um die Sorten Geheimrat Oldenburg, Goldparmäne, Alkmene, Gravensteiner, Schöner von Barth, Moringer Rosenapfel, Baumann Renette, Roter Berlepsch, Jamba, Ingrid Marie, Gelber Richafrd und Goldrenette von Blenheim. Komplettiert werden die neuen Bäume alter Sorten durch je zwei Exemplare Vranja und zwei Beretzki Birnenquitten.

Die Setzlinge stammten aus der Göttinger Baumschule Jenssen. Sie seien etwa vier bis fünf Jahre alt, so Dannat, und hätten bereits eine Höhe von etwa drei Metern erreicht. Die etwa vierstündige Baumpflanzaktion sei ausschließlich in Handarbeit erfolgt, sagt der Mingeröder Dannat –vom Pflanzloch ausheben mit Spaten und Schaufel bis hin zur Befestigung der noch recht dünnen Stämme an Holzpfählen. Um die Wurzelballen herum seien Drahtgeflechte mit in die Erde gebracht worden, um die Wurzeln vor Mäusefraß zu schützen, erklärt Dannat.

Der zweite Vorsitzende beziffert die Kosten für die Neuanpflanzungen auf rund 600 Euro. Finanzielle Unterstützung gibt es vom Ortsrat in Höhe von rund 300 Euro.

Streuobstlehrpfad seit 2014

Als Lehrpfad hat der NABU Untereichsfeld die Obstbaumallee am alten Handelsweg 2014 angelegt – mit finanzieller Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung. Nach Bestimmung der vorhandenen Sorten wurden entsprechende Namensschilder angebracht. Dazu können sich Spaziergänger entlang des Weges auf großen Tafeln über Flora und Fauna im Bereich des Streuobstlehrpfades informieren. Entlang des Streuobstlehrpfades wurde im Frühjahr in einer Privatinitiative Blühstreifen am Wegesrand angelegt.

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