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Duderstadt Duderstädter Künstler planen neue Skulptur
Die Region Duderstadt Duderstädter Künstler planen neue Skulptur
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19:37 09.04.2019
Hannelore Mitschke ten bokkel zeigt den Entwurf des geplanten Kunstwerks zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung. Quelle: Rüdiger Franke
Duderstadt

Den Entwurf setzt der Metallkünstler Arno Poppen um, der wie Mitschke ten bokkel der Duderstädter Künstlerinitiative „Kunst bis Du...derstadt“ angehört. „Das Kunstwerk soll ein Dankeschön von Arno, mir und dem Kunstverein an die Stadt und die Bürger sein“, sagt die Künstlerin. Das zeitgenössische Kunstwerk stelle Menschen dar, die den Rahmen (die Grenzen) verlassen und sich frei in beide Richtungen bewegen. Das sei in der Region erst seit der Grenzöffnung möglich, so die Künstlerin. Das Werk soll eine Höhe von 1,70 Metern erreichen. Der Boden soll eine Fläche von zwei mal 1,60 Metern beanspruchen.

Symbolik

Gegenüber von den Menschen werden die 16 einzelnen Bundesländer symbolisch dargestellt, „die durch unsere Verfassung aber doch verschweißt sind“. Das mittlere Element zeige auf der einen Seite die Silhouette der Bundesrepublik Deutschland, die von Kettengliedern umrahmt ist. Die Kette endet in Zahnrädern und soll die „Dynamik in den vergangenen 30 Jahre sowie in der gemeinsamen Zukunft unserer Stadtentwicklung“ symbolisieren. Die andere Seite des Elements zeige die Silhouette des Eichsfeldes, die Jahreszahlen 1989 und 2019 sowie einen Auszug aus Artikel I des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Gerade in Zeiten rechter Tendenzen solle das Kunstwerk auch ein sichtbares Symbol deutscher und auch regionaler Geschichte sein.

Wunschstandort

Die Künstlerin hat sich auch bereits Gedanken über einen möglichen Standort gemacht. Direkt an der Ecke Bahnhofstraße / Sachsenring sei unterhalb des Walls vor etwa einem Jahrhundert ein Garten angelegt worden und im Lauf der Zeit langsam immer mehr in Vergessenheit geraten. „Auf historischen Fotos ist dort ein schöner Bürgergarten mit Wasserfontänen und Sitzgelegenheiten zu sehen“, erzählt sie. Der Bereich könne mit Bänken wieder attraktiver gestaltet und zu einer Art Galerie unter freiem Himmel ausgebaut werden. „Das wäre dann ein frei zugänglicher Ruheraum.“ Kreative Sitzgelegenheiten könnten zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit Schulen entstehen. Und auch die Bürger der Stadt würde sie gern mit einbeziehen. „Ich finde es schön, wenn die Bürger, den Bereich mitgestalten“, sagt sie. „Ich denke, dass wir das Potenzial in der Stadt haben.“ Eine ihrer Ideen ist, eine Mauer zu errichten, die Graffiti-Sprayer nutzen und immer wieder überarbeiten können, „ähnlich der bekannten Lennon-Mauer in Prag.

Hannelore Mitschke ten bokkel zeigt den Entwurf des geplanten Kunstwerks zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung. Quelle: Rüdiger Franke

Setzkasten Niedersachsenpferd

Die Vorsitzende der Künstlervereinigung regt an, dass auch Künstler aus den Duderstädter Partnerstädten eingeladen werden, Skulpturen für diesen Platz anzufertigen. Ein Kunstwerk hat an der Ecke Bahnhofstraße Sachsenring bereits seinen festen Standort gefunden: das „Setzkasten Niedersachsenpferd“, das nach einem Entwurf von Mitschke ten bokkel zum Tag der Niedersachsen realisiert wurde. Die Anfertigung des Pferdes, das von der Marktstraße umgezogen war, war von zahlreichen Bürgern mit kleinen Spenden unterstützt worden.

Für Hochzeitspaare

Auch bei der Realisierung des neuen Projektes hofft die Künstlerin auf Unterstützung. Dabei hat sie eine ganz besondere Idee, die zum Gesamtthema passt. Paare, die im Jahr 2019 heiraten, können ihre Namen gegen eine Spende auf den symbolisch dargestellten Bundesländern verewigen lassen.

Hochzeitspaare, die das Kunstwerk unterstützen und ihre Namen darauf verewigen wollen, können sich bei der Künstlerin melden unter Telefon 05527 / 7 13 23 oder per Mail an hanneloremitschke@gmx.de

Hannelore Mitschke ten bokkel zeigt den Entwurf des geplanten Kunstwerks zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung. Quelle: Rüdiger Franke

Von Rüdiger Franke

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