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Duderstadt Neue Veranstaltungshalle und Brauerei in altem Ziegeleigemäuer
Die Region Duderstadt Neue Veranstaltungshalle und Brauerei in altem Ziegeleigemäuer
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00:34 04.06.2018
Besichtigungstermin im Ziegeleigelände Bernhard unter anderem mit Michael Schmutzer, Ottobock-Chef Hans Georg Näder, Grundstückseigentümerin Gudrun Schmutzer-Bernhard sowie Managing Director Harald Müller und Architektin Wiebke Ahues von David Chipperfield Architects. Quelle: Eichner-Ramm
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Duderstadt

Architektin Wiebke Ahues und Managing Director Harald Müller von David Chipperfield Architects in Berlin haben den Auftrag, eine vorbereitende Entwurfsplanung für die Entwicklung des Ziegelei-Areals Bernhard im Rahmen des Masterplans Futuring Duderstadt zu entwickeln. Bevor sie sich an die Arbeit einer Konzeptstudie machen, verschafften sie sich einen Überblick über das Gelände. Architekt Michael Schmutzer erläuterte zusammen mit Ideengeber Näder die Historie des Ziegeleibetriebs und vor allem, welche Zielvorstellungen mit dem Masterplan Futuring Duderstadt verbunden sind.

Entscheidung für Ziegeleigelände

Und sie verkündeten die neuste Entscheidung: die neue, Veranstaltungshalle – bislang HGN Cube genannt und Ersatz für die Eichsfeldhalle – soll ebenso wie die geplante Craft-Bier-Brauerei auf dem Ziegelei-Areal entstehen. Damit ließen sich mögliche Hemmnisse wegen des Überschwemmungsgebietes an der Talwiese umgehen und die Projekte schneller realisieren, begründete Schmutzer.

Brauerei, Biergarten, Gastronomie und Veranstaltungshalle auf dem Ziegeleigelände zu integrieren, so Näder, eröffne zudem verschiedene attraktive Möglichkeiten – auch durch die Anbindung an die Talwiese mit den Freizeitmöglichkeiten wie dem Freibad, wo in der Nachbarschaft „hoffentlich in den nächsten Jahren ein Hallenbad wächst“, sagte der Unternehmer.

Nummer kleiner als Göttinger Lokhalle

Beim Rundgang zeigte Schmutzer den Gästen aus Berlin auch die alte Produktionshalle, die in Zukunft Duderstadts neue Veranstaltungshalle beherbergen soll. Mit bis zu 2500 Plätzen soll sie eine Nummer kleiner als die Göttinger Lokhalle werden.

Dass sich auch bei der Entwicklung des neuen Wohnquartiers „attraktive Möglichkeiten“ eröffnen, davon waren Ahues und Müller spätestens nach dem Rundgang durch die alten Produktionshallen und über das zum Teil bereits rekultivierte Tonabbaugebiet überzeugt. Das Geländeprofil und der natürliche Untergrund des insgesamt etwa 45 Hektar großen Areals, dazu der durch den Tonabbau entstandene, acht Meter tiefe See regten bereits die Fantasie der Berliner Besucher an. „Die Farben des Geländes faszinieren mich“, zeigte sich Müller begeistert von der roten Erde, dem Grün der rekultivierten Abbauflächen und dem See. Dazu der Charme der alten Ziegelei.

„genius loci“

„Der genius loci“, also der Geist des Ortes, nannte Näder das. Und das funktioniere, sagte er. Bestes Beispiel dafür sei das Bötzow-Areal in Berlin, für dessen Entwicklung er ebenfalls die Architekten rund um David Chipperfield engagiert hat.

Für das Wohnquartier schwebt Näder und Schmutzer eine sogenannte „gated community“ vor, wobei nicht jeder künftige Bewohner auf sein eigenes Grundstück festgelegt sei. Vielmehr soll innerhalb des sich entwickelnden Gebietes in Modulbauweise Raum für Gemeinschaft bleiben, soll Mehrgenerationenwohnen, barrierefrei und für ältere Menschen händelbar, möglich sein.

Schon etwa 80 Bewerber

Nach Angaben Schmutzers gebe es bereits etwa 80 Bewerber für das Projekt, das Näders Worten zufolge „atrraktives Leben in unterschiedlichsten Wohnformen“ bieten soll. Der Ottobock-Chef betonte außerdem, dass das geplante Areal nicht in Konkurrenz zu den in den Duderstädter Dörfern auszuweisenden Baugebieten stehe. „Das ist etwas ganz anderes“, betonte er.

Schmutzer regte einen Katalog von verschiedenen Modulen sowohl für die Bebauung als auch die Grundstücksraster an. Müller und Ahues waren sich einig, dass bei ihrem Konzeptentwurf auf jeden Fall der Baustoff Ton eine Rolle spielen werde. „Das wird ein spannendes Abenteuer“, sagte Müller.

Mehr zur bisherigen Futuring-Planung:

Schützenhaus und Eichsfeldhalle verkauft (Mai 2018

Neue Halle muss zu Duderstadt passen (Mai 2018)

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Von Britta Eichner-Ramm

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