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Duderstadt Neues Feuerwehrhaus für Duderstadt am alten Standort
Die Region Duderstadt Neues Feuerwehrhaus für Duderstadt am alten Standort
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18:36 27.09.2019
Der Feuerwehrstandort am Schützenring genügt nicht mehr den wachsenden Ansprüchen. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Es sei eine schwierige Planung, das neue Haus an alter Stelle zu bauen, erklärte Ortsbrandmeister Thorsten Krone. „Es ist nicht üppig Platz vorhanden“, so Krone. Das Areal sei begrenzt durch einige Nachbarn. „Als das Haus in den 1970er-Jahren gebaut wurde, gab es in Duderstadt wenig Feuerwehr.“ Mittlerweile sei es eine Schwerpunktfeuerwehr mit 13 Fahrzeugen und fünf Anhängern. Zur Verfügung stehen sieben Stellplätze. Auch seien in den 70ern noch keine Frauen in der Feuerwehr aktiv gewesen, weshalb es auch keine Damentoilette gebe.

Nicht mehr zeitgemäß

Die DIN-Vorschriften hätten sich geändert und die Fahrzeuge sind größer als früher, erklärte Architekt Markus Otto. Deshalb würden Feuerwehrhäuser, wie sie früher gebaut wurden, heute nicht mehr den Anforderungen gerecht. In Duderstadt würden sich zum Beispiel die Anfahrts- und die Alarmwege kreuzen. „Das ist nicht mehr zulässig.“ Weitere Mängel seien die Stellplatzgröße und -anzahl, die Torgröße, die Umkleideräume und die Fluchtwege.

„Durch den Schindangerkreisel verlieren wir fast 1300 Quadratmeter“, berichtete Otto. Ausgeglichen werde das mit einer Fläche vom Freibad. Trotzdem reiche die Fläche neben den neuen Gebäuden nicht für die Stellplätze aus. „Wir bräuchten 71 Stellplätze. Wir haben aber auch in Zukunft nicht genug.“ Mit der Fläche vom Freibad könnte aber zumindest eine Sondergenehmigung erteilt werden.

Einsatzfähigkeit sichergestellt

Während der Bauphasen soll zu jeder Zeit die Einsatzfähigkeit sichergestellt sein, wie Otto betonte. Deshalb werde das Vorhaben in drei Bauabschnitte eingeteilt. Der erste Bauabschnitt umfasse den Neubau der Garagenanlagen und als Kompensation die Stellplätze auf der hinteren Seite des Gebäudes. Die Zufahrt dazu werde über ein Brücke von der Ziegeleistraße erfolgen, wodurch die Alarmzuwegung von hinten in das Gebäude gesichert sei. Das vermeide das Kreuzen der Anfahrt der Feuerwehrleute und der Abfahrt der Einsatzfahrzeuge. Die Zuwegung zu Fuß werde im übrigen links neben dem Gebäude erfolgen.

Im zweiten Bauabschnitt werde die zusätzliche Fahrzeughalle angebaut. „Dort werden sechs Stellplätze so angelegt, dass sie zukunftssicher sind“, erläuterte der Architekt. Man beschränke sich nicht auf die Normgröße sondern gestalte diese jeweils 20 Zentimeter größer, da die Fahrzeugentwciklung nicht absehbar sei. Ein Stellplatz soll zugleich als Waschplatz fungieren. Ebenfalls im zweiten Bauabschnitt werden die Umkleiden gebaut. Diese sollen hinter dem aktuellen Gebäude entstehen. Auch der Bereich der Jugendfeuerwehr und Werkstätten sollen während dieser Phase gebaut werden.

Übungsturm

Die Sanierung des alten Gebäudes sei für den dritten Bauabschnitt vorgesehen. Die alten Räume und Kellerräume sollen ebenfalls zu Werkstätten umfunktioniert werden. „Zurzeit gibt es auch kein durchgängiges Fluchttreppenhaus im Gebäude“, sagte Otto. Das dürfte so nicht mehr betrieben werden, weshalb ein Treppenhaus in die Sanierung eingeplant werde. Im Obergeschoss werde es weiter eine Außenterrasse geben. Im vorderen Teil des Geländes zum Schützenring ist auch ein Übungsturm geplant. Dieser werde zum Beispiel zum Üben von Einsätzen der Drehleiter, aber auch zum Abseilen genutzt, erklärte Stadtbrandmeister Kai Walter.

Walter bat, dass mit dem Baubeginn nicht gewartet werde, bis der Schindangerkreisel 2023 fertig sei. In den vergangenen 30 Jahren sei bis auf in Mingerode nichts investiert worden. Und im Frühjahr komme ein Rüstwagen für 431000 Euro. „Selbst wenn wir das Zelt in Westerode abbauen, da passt der nicht rein.“ Krone ergänzte, dass das Fahrzeug für den bestehenden Bau zu hoch und zu breit sei. Einigkeit herrschte bei Ortsrats- und Ausschussmitgliedern, dass es beim Feuerwehrhaus auf jeden Fall zügig vorangehen müsse.

Daten und Kosten des Um- und Neubaus

Der Um- und Neubauder Schwerpunktfeuerwehr Duderstadt umfasst eine Grundfläche von rund 2300 Quadratmetern. Wie Architekt Markus Otto erläuterte umfasst der umbaute Raum rund 10000 Kubikmeter. Eingeplant sind 13 Fahrzeugstellplätze sowie 50 Pkw-Stellplätze. Die Außenanlagen haben eine Fläche von rund 3750 Quadratmetern. Die Baukosten werden mit rund 3,5 Millionen Euro beziffert, die gesamten Herstellungskosten mit rund 5,5 Millionen Euro. Der erste Bauabschnitt mit der Garagenanlage und der Brücke kalkuliert der Architekt mit etwa 0,5 Millionen Euro. Der zweite Abschnitt mit der Erweiterung und den Außenanlagen koste voraussichtlich 3,5 Millionen Euro. Für den den dritten Abschnitt mit der Sanierung, dem Umbau und dem Übungsturm rechnet er mit etwa 1,5 Millionen Euro.

Von Rüdiger Franke

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