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Duderstadt Neues Motorboot für Katastropheneinsätze
Die Region Duderstadt Neues Motorboot für Katastropheneinsätze
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19:32 09.11.2011
Bootstaufe: Dieter Arend begrüßt die Gäste Quelle: EF
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Wer davon ausgeht, dass dies auf dem Wasser geschah, der sieht sich getäuscht. Ursprünglich sollte das Boot umgehend nach dem Kauf getauft werden. Allerdings fielen zahlreiche Termine aufgrund eines verregneten Sommers aus. „Wir hatten zum Beispiel die Bootstaufe zweimal in Seeburg geplant, aber sowohl beim Freibadfest als auch beim Rescue-Camp musste sie leider ins Wasser fallen. Auch beim Freibadfest in Duderstadt hat es junge Hunde geregnet“, erinnert sich Vereinsvorsitzender Dieter Arend. So musste die Taufe letztendlich in der Mehrzweckhalle des „Zentrums“, dem Vereinsheim der DLRG Eichsfeld, erfolgen.

Der stellvertretende Vorsitzende Marcus Pötzl begrüßte zahlreiche Gäste, darunter die Bürgermeister Wolfgang Nolte (Duderstadt), Harald Finke (Seeburg), den stellvertretenden Bürgermeister Leinefeldes Helmut Funke (alle CDU), Pastor Karl Wurm sowie Vertreter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und befreundeten Ortsgruppen. Dann beantwortete Pötzl die Frage, warum der Verein ein neues Boot benötigt: Angefangen hatte die DLRG den Katastrophenschutz mit einem Schlauchboot. Einsätze in Tauberbischofsheim sowie Hochwassereinsätze in Hann. Münden und an der Elbe zeigten dann, dass das für den Katastrophenschutz nicht ausreicht. Daraufhin wurde das Motorboot der Ortsgruppe Herzberg gekauft, das mit 50 Jahren auf dem Bug bei einem Transportunfall so stark beschädigt wurde, dass ein weiterer Gebrauch nicht mehr möglich erschien.

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Pressesprecher Florian Engelmann führte bei der Bootstaufe mit den Ehrengästen kurzweilige Interviews. So beantwortete Duderstadts Ortsbrandmeister Thorsten Krone die Frage, ob er sich vorstellen könne, eine gemeinsame Löschübung vom Boot aus durchführen zu wollen: „Ja, ihr müsstet nur zunächst einen Stadtbezirk fluten.“ Nachdem Jugendleiter David Richter zum „Chef des Bootswesens“ im Verein ernannt wurde, erfolgte die offizielle Taufe durch Patin Tabea Artmann, die dem Boot den neuen und gleichzeitig alten Namen „Alegria“ gab. „Es gab ganz viele andere Vorschläge, mehrheitlich vorgeschlagen wurden Namen von Aktiven sowie “die Perle des Eichsfelds“, aber Alegria war der am meisten genannte“, berichtet Pötzl über die Abstimmung.

Inzwischen ist wider Erwartens das verunglückte Boot auch wieder einsatzfähig. In unzähligen Stunden wurde das Boot von Sven Lenatz repariert. Somit stehen der DLRG Eichsfeld von nun an zwei Rettungsboote zur Verfügung.

Von Joscha Kuczorra