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Duderstadt Stadtverwaltung in Duderstadt reagiert auf Beschwerden der Anwohner
Die Region Duderstadt Stadtverwaltung in Duderstadt reagiert auf Beschwerden der Anwohner
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09:00 22.07.2018
Ein neues Schild erläutert die Nutzungsregeln für das Trampolin in der Duderstädter Marktstraße. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Der Geräuschpegel, der vom Trampolin ausstrahlt, ist besonders in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Umweltlautstärke abnimmt, nicht zu überhören. Ein ganz normaler Abend um 19.30 Uhr. Der Geräuschpegel in der Innenstadt ist gesunken. Aber: Vier Kinder hüpfen auf dem Spielgerät und juchzen dabei. Oben öffnet sich ein Fenster, eine Frau ruft herunter: „Müsst Ihr so laut kreischen, man denkt ja es ist etwas passiert.“

Zu groß und zu laut

„Es ist ein Problem, wenn man seinen Feierabend draußen genießen möchte“, sagt Anwohner Achim Werner. Der Schall werde durch die Häuserwände vervielfacht. „Die Gründe, warum das Trampolin aufgebaut wurde, sind richtig.“ Aber es sei zu groß, zu laut und falsch geplant. So gingen jedwede Menschen zu jeder Zeit in jeder Gewichtsklasse und in Mengen drauf. Werner: „Es müsste kleiner sein, nur für kleine Kinder, dann wäre es toll.“

„Stört es Sie?“

Werner erzählt, dass er innerhalb einer Woche vier- oder fünfmal bei der Polizei angerufen habe, weil Jugendliche oder Erwachsene nach 22 Uhr sprangen. Doch wenn die Polizei vor Ort ankomme, seien die Lärmverursacher schon wieder weitergegangen. An die Kinder erinnert er sich auch. Er habe auch das Fenster geöffnet und rausgeschaut. „Das war schon fast niedlich“, sagte er. Einer der Kleinen habe gefragt: „Stört es Sie?“ Er habe dann gesagt, er würde sich freuen, wenn sie etwas leiser sein könnten.

Bäume als Schallschutz

Achim Werner hat sich auch mit seinen Nachbarn ausgetauscht. Viele der direkten Anwohner sähen es wie er, sagt er. Allerdings gibt er auch zu, dass die Geräuschempfindlichkeit von Menschen unterschiedlich sei. Seine Frau fühle sich nicht ganz so gestört. Das Problem bestehe hauptsächlich auf der Südseite der Straße. Ortsheimatpfleger Herbert Pfeiffer, der auf der Nordseite ein Stück weiter zur Kirche wohne, bekommt von dem Lärm wenig mit. „Die Bäume halten den Schall auf“, sagt er. Die Anwohner seien bei der Standortbestimmung nicht gefragt worden, sagt Werner. Und in den Fachwerkhäusern mit ihren nur 16 Zentimeter dicken Wänden und den alten Fenstern höre man den Lärm eben deutlich. Er frage er sich schon, wie wichtig der einzelne Bürger sei.

Auf Beschwerden reagiert

Am Freitag hat die Verwaltung nun allerdings auf die Beschwerden der Anwohner reagiert. Auch die Bürgerinitiative „Lebendige Stadt Duderstadt“ als Verfechter des Trampolins hatte sich an den Bürgermeister gewandt und eine Einschränkung der Nutzungszeiten und das Aufstellen eines Schildes gefordert. Mitarbeiter des Bauhofs brachten nun an der Laterne vor dem Trampolin das geforderte Schild an. Zu lesen steht dort: „Liebe Nutzerinnen und Nutzer, diese Trampolinanlage ist für unsere Kinder bis 12 Jahre bestimmt. Die Nutzung ist zugelassen täglich von 8.00 bis 21.00 Uhr. Sie geschieht auf eigene Gefahr – Eltern haften für ihre Kinder! Stadt Duderstadt“.

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Von Rüdiger Franke

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