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Duderstadt Neujahrskonzert bringt beste Laune in die ausverkaufte Eichsfeldhalle
Die Region Duderstadt Neujahrskonzert bringt beste Laune in die ausverkaufte Eichsfeldhalle
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18:08 05.01.2011
Orientalisch geprägte Reise durch die klassische Musik: Göttinger Symphonie Orchester beim Neujahrskonzert in Duderstadt.
Orientalisch geprägte Reise durch die klassische Musik: Göttinger Symphonie Orchester beim Neujahrskonzert in Duderstadt. Quelle: Pförtner
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Die gute Laune stand sowohl Musikern als auch Zuschauern ins Gesicht geschrieben. Denn was zuvor auf der Bühne der ausverkauften Duderstädter Eichsfeldhalle geboten wurde, war ein musikalischer Jahresbeginn nahezu auf höchstem Niveau, den die Duderstädter Theater- und Konzertvereinigung (TKV) ihren Abonnenten und Eichsfelder Musikfreunden ermöglichte.

„1001 Nacht“ hieß das geheimnisvolle Motto, und hier begann die orientalisch geprägte Reise durch die Musikgeschichte, die mit der Ouvertüre zu Mozarts „Entführung aus dem Serail“ den passenden Auftakt gab. Ein heiter-romantisches Flair schwebte über dem gesamten Abend mit Werken von Carl Maria von Weber und den Strauss-Brüdern Josef und Johann (Sohn). Letzterer schrieb den „Egyptischen Marsch“, wobei das gesamte Göttinger Orchester mit einer Gesangseinlage das Publikum überraschte.

Aber auch einige klassische Musikstücke, die heutzutage nur noch selten zu hören oder nahezu unbekannt sind, gaben dem harmonisch zusammengestellten Programm einen besonderen Reiz wie die orientalischen Tänze aus „Ruslan und Ludmilla“ von Mikhail Iwanowitsch Glinka, die Ouvertüre zu „Der Barbier von Bagdad“ von Peter Cornelius oder der orientalische Festmarsch und „Aladins Traum“ von Carl August Nielsen. Gekrönt wurde das Neujahrskonzert mit den vielbeklatschten Soli von Antje Bitterlich, herausragend auch die „Glöckchen-Arie“ aus Leo Delibes „Lakmé“, deren hohe Virtuosität die Essener Sopranistin mit perfekten Koloraturen und viel Gefühl auf die Duderstädter Bühne brachte.

Christoph-Mathias Mueller vermittelte in seiner lebendigen und humorvollen Moderation Hintergrundwissen über die Stücke und deren Verknüpfungen. Die Spielfreude des Orchesters ging sogar über den Schlusstakt hinaus – was auch den Dirigenten erheiterte. Das Publikum dankte mit tosendem Applaus.

Von Claudia Nachtwey