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Duderstadt Grundstückseigentümer sind zu Strauchschnitt verpflichtet
Die Region Duderstadt Grundstückseigentümer sind zu Strauchschnitt verpflichtet
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06:00 24.07.2019
Stark wuchernde Bäume und Sträucher können auf Straßen und Gehwegen zu Verkehrsgefährdungen führen. Quelle: vw
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Göttingen

Es grünt und blüht derzeit, dass es eine Pracht ist. Doch nicht für alle ist die Pracht eine Freude, sondern eher ein Ärgernis. Bäume und Sträucher haben sich großflächig ausgebreitet, sodass sie auf Gehwegen und Straßen und auch in Parkbuchten durchaus häufiger zu Verkehrsgefährdungen führen können.

Müllabfuhr wird behindert

Durch Anpflanzungen aus angrenzenden Grundstücken, die unkontrolliert auf die Straße wuchern, verengt sich häufig der Gehweg, beziehungsweise ist so gut wie nicht mehr passierbar und Passanten sind gezwungen, die Fahrbahn zu betreten, wodurch sich gefährliche Situationen ergeben können. Darüber hinaus fällt es auch bestimmten Berufsgruppen sehr schwer, ihre Arbeit zu verrichten, denn beispielsweise die Müllabfuhr wird teilweise massiv behindert.

Im Niedersächsischen Straßengesetz (§ 31 Abs. 2) steht dazu: Anpflanzungen, Zäune, Stapel, Haufen und andere mit dem Grundstück nicht fest verbundene Einrichtungen dürfen nicht angelegt werden, wenn sie die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.

Soweit solche Anlagen vorhanden sind, haben die Eigentümer sie zu beseitigen. Die Beseitigung ist ihnen von der Straßenbaubehörde schriftlich aufzugeben. Kommen sie der Aufforderung innerhalb der ihnen gesetzten Frist nicht nach, so kann die Straßenbaubehörde das Erforderliche selbst veranlassen, wenn der Bescheid unanfechtbar geworden oder seine sofortige Vollziehung angeordnet worden ist. Die Kosten, die durch die Beseitigung der Anlage entstehen, muss der Betroffene selber tragen. Die Gefahrenabwehrverordnung sieht vor, dass der Luftraum über Fahrbahnen in einer lichten Höhe von mindestens 4,5 Meter und über Gehwegen mindestens 2,5 Meter bis zur Grundstücksgrenze von Bewuchs freigehalten werden muss. Die zuständigen Stellen sind nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet, notfalls kostenpflichtige Zwangsmaßnahmen einzuleiten, wenn der Anlieger dieser Aufforderung nicht nachkommt.

Verstöße kommen vor

Derartige Fälle sind auch in der Stadt Duderstadt und der Samtgemeinde Gieboldehausen bekannt. Sie treten regelmäßig auf. Im Rahmen des Außendienstes wird dann überprüft, ob tatsächlich Handlungsbedarf beseht. Wie das Ordnungsamt Duderstadt bestätigte, würden die meisten Hausbesitzer auch durchaus einsichtig reagieren und für Abhilfe sorgen. Doch schwarze Schafe gibt es überall: Auch die kommen vor. Wenn dann allerdings weder Telefonate noch Briefe Wirkung zeigen, dann geht es den Büschen und Sträuchern nach Verstreichen einer bestimmten Frist auf Kosten des Grundstückseigentümers an den Kragen. Und diese Maßnahme kann sehr teuer werden. Der Gebührenkatalog sieht Kosten zwischen 10 und 5 000 Euro vor.

Ein wenig anders verhält es sich hingegen in Bezug auf den Umgang innerhalb der Nachbarschaft. Ein gutes Verhältnis kann durch Unstimmigkeiten sehr schnell belastet werden, wenn beispielsweise Bäume und Sträucher beträchtlich in des Grundstück des anderen hereinragen. Schon allein wegen des extremen Laubfalls kann der Nachbar verlangen, dass der Baum gestutzt wird, so sieht es das niedersächsische Nachbarschaftsrecht vor. Nicht selten landen diese Streitigkeiten vor Gericht, denn beim Nachbarrecht handelt es sich um Privatrecht, sodass Stadt oder Gemeinde nicht weiterhelfen dürfen.

Kompost in Breitenberg, Dransfeld und Hattorf

Auf den Kompostanlagen in Dransfeld und Duderstadt-Breitenberg bietet der Landkreis Göttingen gütegesicherte Kompostprodukte für unterschiedliche Anwendungsbereiche an. Darüber hinaus ist die „Leinetaler Gartenerde“ als Mutterbodenersatz für Profi- und Hobbygärtner auf beiden Kompostanlagen erhältlich. Diese unkrautfreie und nährstoffreiche Erde wird auf der Anlage in Duderstadt-Breitenberg mit eigenen Komposten und Erden hergestellt. Die Produkte werden überwiegend als lose Ware verkauft. Der Landkreis Göttingen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Kunden für den Transport entsprechend ausgestattet sein müssen. Üblicherweise wird dazu eine Plane verwendet. Dies ist notwendig, da ab dem 1. August 2019 aus rechtlichen Gründen lose Ware nur an Kunden abgegeben werden darf, die ihre Ladung entsprechend sichern können.

Gütegesicherter Kompost wird auch auf der Entsorgungsanlage in Hattorf angeboten. Allerdings gibt es dort keine Leinetaler Gartenerde.

Mit Blankenhagen, Einbeck, Katlenburg-Lindau und Uslar-Verliehausen verfügt der Landkreis Northeim über insgesamt vier Deponien. „Es wird aber auf keiner Kompost zum Verkauf angeboten“, sagte der Sprecher des Landkreises Dirk Niemeyer.

Von Vicki Schwarze

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