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Duderstadt Niedersachsenhof: Ratssitzung in Gieboldehausen ohne Entscheidung
Die Region Duderstadt Niedersachsenhof: Ratssitzung in Gieboldehausen ohne Entscheidung
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00:17 16.09.2013
Von Ulrich Lottmann
Zukunft von Festplatz und Hotel: Im Oktober stimmt der Rat ab. Quelle: Thiele
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Gieboldehausen

Dass im überfüllten Sitzungssaal mehr als 50 Zuhörer dennoch einen politischen Schlagabtausch erlebten und in der Einwohnerfragestunde mitdiskutierten, lag an Bürgermeister Otmar Pfeifenbring (SPD).

Zwar lehnte die Gruppe aus Freien Wählern, SPD und Grünen den Antrag der CDU, die Nutzung von Niedersachsenhof und Schützenplatz öffentlich zu diskutieren, ab. An Bemerkungen Pfeifenbrings unter dem Punkt Mitteilungen entzündete sich dennoch die Debatte.

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Der Bürgermeister legte sich fest: „Der Flecken Gieboldehausen bleibt im Besitz des Schützenplatzes. Punkt.“ Dafür bekam Pfeifenbring Applaus von Publikum und CDU. Im nicht-öffentlichen Teil werde über den Niedersachsenhof diskutiert, „über den Schützenplatz nicht. Mit mir nicht“, bekräftigte Pfeifenbring.

Unterschiedliche Positionen

Er freue sich über diese Aussage, erklärte in der Einwohnerfragestunde unter anderem der Vorsitzende der Schützenbruderschaft, Martin Creutzig. Seine Frage zur Zukunft des Niedersachsenhofes leitete die Diskussion dazu ein. Dabei wurden unterschiedliche Positionen in Rat und Publikum deutlich.

Befürworter eines Verbleibs des Niedersachsenhofes in Gemeindebesitz unter den Zuhörern fragten nach der Verwendung des Geldes im Falle eines Verkaufs, nach alternativen Versammlungsräumen und warum kein Nachfolger für den aktuellen Pächter gefunden wurde.

Es gab aber auch kritische Anmerkungen zur Wirtschaftlichkeit, Instandhaltungskosten und Folgen eines möglichen Leerstands. Kämmerer Georg Moneke erklärte, die Gemeinde dürfe sich nicht weiter verschulden. Er fügte hinzu, aktuell sei der Betrieb des Niedersachsenhofs im Haushalt kostenneutral.

„Noch gar keine Meinung gebildet“

Zur Pächtersuche erklärte Pfeifenbring, es habe drei Bewerber gegeben, aber: „Alle, die in den Niedersachsenhof reingekommen sind, hatten leere Taschen.“ Einige Fragen blieben, mit Verweis auf fehlende Informationen, unbeantwortet.

„Ich habe mir noch gar keine Meinung gebildet“, sagte mehrfach Wolfram Döring (FW) im Namen der Mehrheitsgruppe. Für die CDU betonte Markus Gerhardy die Bedeutung des gemeindeeigenen Niedersachsenhofes für die Infrastruktur des Ortes.

Eine Entscheidung zum Thema gibt es im Oktober. Für diesen Monat kündigte Pfeifenbring eine weitere Ratssitzung, dann in einem größeren Saal, an. „Und dann werden Nägel mit Köpfen gemacht“, so der Bürgermeister.