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Duderstadt Nolte, Abel und Galluschke zukünftig Schirmherren bei „Nächstenliebe“
Die Region Duderstadt Nolte, Abel und Galluschke zukünftig Schirmherren bei „Nächstenliebe“
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19:41 29.07.2014
Von Nadine Eckermann
Unterwegs im Auftrag der „Nächstenliebe“: Ehrenamtliche mit ihren neuen Schirmherren. Quelle: Schauenberg
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Duderstadt

„Es lebt von der Menschlichkeit“, beschreibt sie den Grundgedanken der ehrenamtlichen Initiative. Menschlichkeit bestehe darin, zu geben, beieinander zu sein, sich zuzuhören und zu helfen.

„In unserem Projekt bringen wir Menschen zusammen, die Zeit haben mit denen, die Zeit brauchen“, erklärt van Almsick, an Probst Bernd Galluschke, Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und Pastorin Christina Abel gewandt.

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Die Geistlichen und der Politiker gehören wohl zu den Menschen, bei denen die Zeit öfter einmal knapp ist – und sie haben dennoch die Schirmherrschaft über das Projekt „Nächstenliebe“ übernommen. „Sie schenken uns damit etwas Wertvolles“, sagt van Almsick.

Während einer kleinen Feierstunde überreichten van Almsick und Martin Grosche den neuen Schirmherren je ein Bild einer Uhr, auf den Ziffernblatt „Zeit für Menschlichkeit“ zu lesen ist. Als Symbol der Dankbarkeit sei es zu verstehen, aber auch als Erinnerung, im Sinne von: „Jetzt ist es Zeit für Menschlichkeit!“

Idee, Workshop, Initiative

Galluschke blickte in einer kurzen Ansprache zurück auf das, was das überkonfessionelle Team inzwischen auf die Beine gestellt hat. „Aus einer Idee ist ein lauffähiges Kind geworden“, lobte er den Einsatz der Menschen, die aus einer Idee einen Workshop und daraus eine Initiative gestaltet haben.

Seit September 2013 wurde der Ursprungsgedanke der „Glaubenswerkstatt“ weiterentwickelt und mit der Unterstützung von Martina Hesse vom Caritasverband in monatlichen Treffen ausgebaut.

Das Projekt „Nächstenliebe“ stellt kontakt- und hilfebedürftige Menschen auf telefonische Anfrage Ehrenamtliche an die Seite, die sie auf ihren Wegen begleiten – vom Krankenbesuch bis zu Hilfe im Haushalt kann die Unterstützung die verschiedensten Bereiche umfassen. 13 Menschen beteiligen sich aktuell daran.

Die Organisation liegt bei van Almsick, Dekanatsreferent Martin Grosche, Maria-Luise Buch, Kurt Hoffmann und Lucia Kirscht. Sie kümmern sich unter anderem um die Organisation der Kontakt- und Hilfeanfragen und um die Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Fortbildungen wurden und werden angeboten beispielsweise zu den Themen Prävention, Rollenverständnis oder Datenschutz“, erklärt Grosche.

Lob für Ehrenamtliche

Zudem seien die Ehrenamtlichen bereits in die praktische Arbeit eingestiegen. „Kranke und Pflegebedürftige werden beispielsweise in Westerode und im Krankenhaus St. Martini besucht oder der Kindergarten St. Klaus in der Nachmittagsbetreuung unterstützt“, erklärt Grosche. „Es werden blinde Menschen begleitet und Kontakt zum Betreuten Wohnen am Kutschenberg gepflegt.“

„Sie leisten einen Beitrag dazu, dass es den Menschen in Duderstadt gut geht“, lobte Galluschke während der Einführung der Schirmherren den Einsatz der Ehrenamtlichen. „Ich würde mir wünschen, dass dieses Projekt weite Kreise zieht“, ergänzte Abel.

Nolte wies darauf hin, dass sich – in Vereinen und Verbänden, Selbsthilfegruppen, Kirchen und politischen Gremien – „unglaublich viele Menschen im Eichsfeld engagieren“, die – jeder für sich – seine Anerkennung hätten. „Sie tragen zu einem guten Dorf-, Gemeinde- und Stadtklima bei“, lobte er und versprach – im Rahmen der Möglichkeiten – auch finanzielle Hilfe, wenn sie nötig sei.

Kontakt zu den Ehrenamtlichen von „Nächstenliebe“ kann unter Telefon 05527/847434 hergestellt werden. Anfragen werden dienstags von 9 bis 11 und donnerstags von 17 bis 19 Uhr entgegengenommen.