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Duderstadt Notdach für Max-Näder-Haus in Duderstadt
Die Region Duderstadt Notdach für Max-Näder-Haus in Duderstadt
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00:18 02.11.2013
Von Kuno Mahnkopf
15 Meter hoch: Gerüst mit Behelfsdach als Witterungsschutz über dem Max-Näder-Haus am Duderstädter Hindenburgring. Quelle: Lüder
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Duderstadt

Es soll das Elternhaus von Ottobock-Chef Hans Georg Näder, für dessen Umbau auch das Dach abgedeckt wird, vor der Unbill des Wetters schützen.

Viele Schaulustige verfolgten,  wie die drei großen Elemente  und weitere Einzelteile der Notüberdachung in die Höhe gehievt und mit einem Autokran montiert wurden. Was auf die Zuschauer spektakulär wirkt, ist für Ottobock-Bauabteilungsleiter Bernd Kemmerling ein Verfahren, das nicht unüblich sei: „Bei der Sanierung denkmalgeschützter Häuser beispielsweise werden häufig Behelfsüberdachungen eingesetzt.“ Die Gerüstbau-Firma Menke aus Göttingen, die den Auftrag für das Max-Näder-Haus bekommen hat, habe jedes Jahr mehrere Fälle dieser Art.

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Die Stahlrohre des Notdaches sind mit Blechplatten bedeckt, die bei Bedarf abgenommen werden können. Die Gerüstkonstruktion überbrückt rund 400 Quadratmeter Grundfläche, allein das Behelfsdach wiegt rund 20 Tonnen – ohne Schnee. Für Schneelasten ist das Behelfsdach ebenso ausgelegt wie für Sturm. „Die Konstruktion hätte auch das Orkantief am Montag überstanden“, meint Kemmerling.

20 Tonnen schwere Konstruktion als Witterungsschutz für Winterbaustelle. ©Lüder

Am Hindenburgring wird das 1938 errichtete und 1961 von der Familie Näder übernommene Haus umgebaut und um einen modernen Anbau erweitert. In dem Gebäudeensemble soll unter anderem das Familien- und Firmenarchiv seinen Platz finden, ein großer Ausstellungs- und Konferenzraum auch öffentlich genutzt werden können. Die Investitionen summieren sich auf rund fünf Millionen Euro.

Der Anbau wächst wie jeder normale Rohbau, das Behelfsdach als Witterungsschutz beschränkt sich auf das bereits bestehende Gebäude. Ohne die Konstruktion wäre das Haus offen und ungeschützt, wenn Dach und Dachstuhl abgenommen werden.

Beides soll in gleicher Art und Weise wieder aufgebaut, aber aktuellen Erfordernissen angepasst werden. Dazu gehört Wärmedämmung ebenso wie ein weitgehend stützenfreier Dachstuhl für die Hausmeisterwohnung unterm Dach.

Stehenbleiben soll das Gerüst, bis das neue Dach eingedeckt ist. Das soll bis Anfang kommenden Jahres geschafft sein. Das erweiterte Max-Näder-Haus soll dann zum 100. Geburtstag des 2009 verstorbenen Ottobock-Seniorchefs am 24. Juni 2015 eingeweiht und eröffnet werden.