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Duderstadt Mit Zuschüssen sanierte Häuser vorgestellt
Die Region Duderstadt Mit Zuschüssen sanierte Häuser vorgestellt
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00:27 22.11.2018
Vor dem Sanierten Haus, dass nun einen Imbiss beherbergt: Gastronomin Nadia Kalousidou mit Hermann Tallau, Ortsbürgermeister Manfred Otto (CDU), Gastronom Konstandinos Goutzas und Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU).
Vor dem Sanierten Haus, dass nun einen Imbiss beherbergt: Gastronomin Nadia Kalousidou mit Hermann Tallau, Ortsbürgermeister Manfred Otto (CDU), Gastronom Konstandinos Goutzas und Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Beim Projekt „Bauen im Bestand – Städteförderung“ haben am Montag zwei Eigentümer ihre von der Stadt bezuschussten, fertig sanierten Gebäude vorgestellt. Für weitere Sanierungen ist genügend Geld vorhanden.

63 Sanierungsverträge wurden nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) für das Sanierungsgebiet „Altstadt“ bislang abgeschlossen. Attraktiv sollen die Zuschüsse der Stadt vor allem für Einwohner Duderstadts sein, die ihr Eigentum sanieren lassen oder Eigentümer werden wollen. Seit 2012 betreibt die Stadt Duderstadt laut Nolte die Städtebauförderung. „Es wird leider nicht die gesamte Altstadt gefördert“, bedauerte der Bürgermeister. Zum Sanierungsgebiet zählen demnach lediglich die Straßen: Westertorstraße, Sackstraße, Steintorstraße und Obertorstraße.

Zuschüsse bis 50000 Euro möglich

Insgesamt sechs Millionen Euro stehen der Stadt für die Zuschüsse zur Verfügung. Im Einzelnen bedeutet das nach Angaben von Petra Knöchelmann vom Fachbereich Bauen und Umwelt zwischen 20000 und 50000 Euro Bezuschussung. „Das ist eine große Hilfe, aber übernimmt natürlich nicht alles. Die Eigentümer sollten realistisch planen, damit am Ende das Geld reicht“, erklärte Knöchelmann. Die Zuschüsse werden zu jeweils einem Drittel vom Staat, von Niedersachsen und der Stadt Duderstadt übernommen. Bislang sind laut Nolte 1,1 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt. „Es ist also noch genügend Geld im Topf“, wirbt der Bürgermeister. Die meisten Eigentümer hätten sich laut Knöchelmann direkt bei ihr gemeldet, sodass alles in die Wege geleitet werden konnte.

Beim Projekt „Bauen im Bestand – Städteförderung“ haben am Montag zwei Eigentümer ihre von der Stadt bezuschussten, fertig sanierten Gebäude vorgestellt. Für weitere Sanierungen ist genügend Geld vorhanden.

„Ohne die Hilfe der Stadt hätte die komplette Sanierung nicht geklappt. Mit den Zuschüssen hat es gar keine Probleme gegeben“, sagte Konstandinos Goutzas, der am 22. Oktober dieses Jahres sein Ladenlokal „Kostas Grill am Westerturm“ an der Westertorstraße 8 eröffnete. Die Zusammenarbeit mit der Stadt würde er wieder eingehen, so Goutzas. Trotz der geringen Größe des Imbiss’ fehle es an nichts. Seit September 2016 ist das Lokal im Eigentum des Griechen, erst im Februar 2017 wurde mit den Sanierungsarbeiten durch regionalen Firmen begonnen. „Uns war es wichtig, dass die Umbauarbeiten an einem Stück fertiggestellt werden“, erklärte Goutzas. Im Obergeschoss befindet sich die zukünftige Wohnung von Goutzas und seiner Ehefrau Nadia Kalousidou. Noch in diesem Jahr wollen sie einziehen.

Die Fassade des Lokals ist in einem schlichten Grau gestaltet. „Es war mir wichtig, dass es einfach gehalten wird“, sagte Goutzas. „Man hat eine ganz andere Verbundenheit zu dem Gebäude, wenn es von einem selbst saniert wurde.“ Goutzas sagt, er habe von Anfang an gewusst, wie er sein eigenes Lokal gestalten wolle.

Neue Fenster im historischen Haus

An der Steintorstraße 51 befindet sich ein weiteres von der Stadt bezuschusstes Gebäude, das fertig saniert wurde. Das Ehepaar Albert und Mechthild Bernhardt hat mit Hilfe der Fördermittel die Fenster erneuert. Ursprünglich wollten sie lediglich die Tür ausbessern und die Fassade neu streichen. Bei dem Gebäude handelt ist um das Geburtshaus von Albert Bernhardt. Das 1554 erbaute Gebäude habe eine lange Geschichte. Im Eingangsbereich hat das Ehepaar Fotos in chronologischer Reihenfolge, von 1904 bis heute, aufgehängt.

Die Sanierungsarbeiten hat Albert Bernhardt selbst vorgenommen. Als gelernter Maschinenbaumeister falle ihm diese Arbeit leicht. Das Ehepaar investierte selbst rund 25000 Euro. Im Vergleich zu vor der Sanierung sei ein deutlicher Unterschied festzustellen. „Durch die neuen Fenster hört man den Verkehrslärm nicht mehr so stark. Die Wohnqualität hat sich wirklich gesteigert“, sagte Mechthild Bernhardt. In die Haustür hat das Ehepaar an Stelle von blickdichten Elementen Glasscheiben verbaut, sodass auch der Eingangsbereich nun sehr viel heller ist.

Weitere Beispiele sanierter Gebäude sollen folgen

Weitere fertig sanierte Gebäude und Komplexe sollen nach Angaben von Nolte ebenfalls vorgestellt werden, um die Fortschritte und Möglichkeiten des Projekts zu veranschaulichen. Interessierte können sich jederzeit bei Petra Knöchelmann von der Stadt Duderstadt, Fachbereich Bauen und Umwelt, Worbiser Straße 9, Zimmer 44, melden. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer: 05527/841144.

Von Lisa Hausmann

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