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Duderstadt Ökumenische Andacht und Krippenschau
Die Region Duderstadt Ökumenische Andacht und Krippenschau
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10:00 10.12.2017
Krippen wecken das Interesse der Besucher in Hilkerode Quelle: Arne Bänsch
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Duderstadt

Rund 60 Gläubige haben am Sonnabend in der evangelischen Kirche in Hilkerode eine Premiere erlebt. Erstmals richteten die evangelische Kirchengemeinde Heilig Geist und der katholische Kirchort St. Johannes der Täufer eine ökumenische Andacht aus, an die sich die Eröffnung einer Krippenausstellung anschloss.

„Das Ziel der Andacht ist, der Katholischen Kirchengemeinde durch die Ökumene näherzukommen“, sagte Dieter Schäfer, Mitglied im Kirchenvorstand der Heilig-Geist-Gemeinde. Einen ökumenischen Versöhnungsgottesdienst aus Anlass des Lutherjahres habe es 2017 bereits gegeben. „Wir sind bemüht, dass die Zahl der Begegnungen zwischen Mitgliedern aus den katholischen und evangelischen Gemeinden steigt“, betonte Schäfer.

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Weihnachtliche Szene rührt an

„Kinder würden am liebsten jeden Tag damit spielen und die Figuren umsetzen, aber auch Erwachsene lassen sich anrühren von der weihnachtlichen Szenerie“, betonte Pastorin Claudia Edelmann, die auf die Geschichte von Krippen zu sprechen kam. „Jeder konnte sehen, was geschieht“, benannte sie einen Grund für deren „Siegeszug“ in Europa und in anderen Regionen. Die biblische Erzählung sei anschaulich geworden, „ohne dass Menschen lesen können müssen“. Betrachter könnten sich in den Figuren selbst wiederfinden, sie seien „mittendrin im Weihnachtsgeschehen“ und würden selbst Teil der Weihnachtsgeschichte.

Krippenfiguren verkörperten eine heilsame Botschaft. „Manchmal erzählen sie das, was uns innerlich beschäftigt“, erklärte die Pastorin während der vom Chor „Haste Töne“ aus Tiftlingerode musikalisch begleiteten Andacht.

20 Krippen ausgestellt

Nach der Andacht gingen die Gläubigen in den benachbarten Raum, um eine Ausstellung mit rund 20 Krippen zu besuchen. Acht Exponate stammten aus dem Privatbesitz von Roland Risting aus Rhumspringe, der die Arbeit an Krippen als „Entspannung“ bezeichnet.

„Ich habe immer gerne mit Holz gearbeitet“, berichtete der gelernte Tischler, der vor 30 Jahren die erste Krippe gebaut habe.16 seien es insgesamt, teils im alpenländischen Stil, teils in Mühlenform, teils in unterschiedlichen Stallgrößen und auch als Steinkrippe, nennt der 53-Jährige, der in Rhumspringe lebt, einige Beispiele. Chakteristisch für seine Krippen seien breite Ställe. „Es fällt mir immer wieder etwas ein“, betont Risting, der plant, eine Krippe aus Metall zu fertigen.

Von Axel Artmann