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Duderstadt Original-Grenztor für das Museum
Die Region Duderstadt Original-Grenztor für das Museum
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19:03 09.09.2011
Ortstermin am ehemaligen Grenztor: Paul Schneegans, Siegrid Jacobi und Manfred Kramer. Quelle: Rübbert
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Zwinge

Bislang unerfüllt blieb für die Museumsmacher der Wunsch nach einem jener eisernen Tore, die in gewissen Abständen den DDR-Grenztruppen während der Zeit des Kalten Krieges eine Passage des Hinterlandzaunes möglich gemacht hatten. Genau solch ein Tor ist nun gefunden und im wahrsten Sinne„ergattert“ worden. Es fand sich in komplett erhaltener Form und Ausrüstung auf dem Außengelände der Ziegelei Zwinge.

Wie der Geschäftsführer des Grenzlandmuseums, Paul Schneegans, bei einer Besichtigung der Toranlage berichtet, sei er kürzlich gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Museums-Fördervereins, Horst Dornieden, von Bockelnhagen auf dem Kolonnenweg in Richtung Zwinge unterwegs gewesen. Dabei seien beide an dem Tor der alten Ziegelei vorbeigekommen. Dornieden habe sofort erkannt, was dort für ein bislang unentdeckter „Schatz“ auf die Entdeckung wartete. Das Tor wurde genau in Augenschein genommen und in jeder Hinsicht für museumswürdig erklärt.

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Bei den Besitzern des Areals handelt es sich um Familie Jacobi aus Bilshausen. Siegrid Jacobi erklärte sich nach der Anfrage durch die Museumsvertreter sofort bereit, das Tor dem Museum kostenlos zu überlassen – schon vor dem Hintergrund, dass sie im Vorstand des Museums-Födervereins als Mitglied vertreten ist. Beim Ortstermin bedankte sich Schneegans bei Jacobi für ihre großzügige Spende. Schneegans erläuterte, dass das Original-Tor samt Stachel- und Signaldrähten bis November in die Zaunanlage auf dem Pferdeberg integriert werden soll. In dieser Zeit soll auch der ehemalige Grenzturm auf dem Pferdeberg der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden (Tageblatt berichtete).

Von Sebastian Rübbert