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Duderstadt Ortsbild-Pflege: Gemeinde Bilshausen setzt neues Pflanzkonzept um
Die Region Duderstadt Ortsbild-Pflege: Gemeinde Bilshausen setzt neues Pflanzkonzept um
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19:06 03.04.2014
Von Kuno Mahnkopf
Steine und Stiefmütterchen statt Mulch und Rosen: Bilshäuser Wappen am Ortseingang. Quelle: Schauenberg
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Bilshausen

Auf der Verkehrsinsel am Bilshäuser Ortseingang aus Richtung Strohkrug ist aus Blumen das blau-weiße Gemeindewappen nachgebildet worden, am Straßenrand flankiert von gemulchten Beeten mit Osterglocken. Auch einige öffentliche Beete im Ortsbereich sollen noch ein neues Gesicht bekommen. Punktuell ist das bereits geschehen wie gegenüber der ehemaligen Schlecker-Filiale.

Von einem steinernen Zen-Garten sind die neu gestalteten Grünflächen in Bilshausen noch weit entfernt, vermitteln aber einen aufgeräumten Eindruck zwischen Feng Shui und modernen Gartentrends – mit Granitsteinen, Kies, Buchsbaum, Lavendel und Frühlingsblumen. „Wir wollten die Pflanzbeete ansprechender und zugleich pflegeleichter gestalten“, sagt Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU).

Zuvor beherrschten Busch- und Wildrosen auf Rindenmulch das Ortsbild. Die seien aber immer wieder von Unkraut überwuchert worden und hätten dem Streusalz im Winter nicht standgehalten, so Kreis. Die Neugestaltung erleichtere zudem dem Bauhof die Arbeit.

Blumiges Gemeindewappen

Ein echter Hingucker ist das blumige Gemeindewappen auf dem Fahrbahnteiler am Orts-portal geworden. Das Wappen zeigt auf blauem Schild drei silberne respektive weiße Schrägbalken und geht auf den Ritter Bertram von Bilshausen zurück, überliefert in einer Urkunde aus dem Jahr 1314.

Als eines der ersten Ortswappen im Eichsfeld wurde es Bilshausen im Mai 1938 vom Oberpräsidenten der Provinz Hannover verliehen. Nachgepflanzt wurde das Wappen zunächst aus weißen und blauen Stiefmütterchen. Angedacht sind farbliche Varianten, die zur jeweiligen Jahreszeit passen.

Das könnten im Sommer Männertreu und weiße Geranien, im Herbst Erika und Silberdisteln sein, meint Kreis. Die neue Bepflanzung sei auf sehr positive Resonanz bei den Bilshäusern gestoßen.