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Duderstadt Gute Tradition
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18:25 22.06.2018
Katholische Kirche St. Johannes der Täufer in Hilkerode. Quelle: Oliver Thiele
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Hilkerode

Der Johannistag ist das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni. Er steht in enger Verbindung zur zwischen dem 20. und dem 22. Juni stattfindenden Sommersonnenwende. Das Datum der Geburt Johannes’ des Täufers wurde entsprechend einer Angabe des Lukasevangeliums vom liturgischen Datum der Geburt Jesu her errechnet, nämlich drei Monate nach Mariae Verkündigung und sechs Monate vor Weihnachten: Im Kirchenjahr ergab sich daraus sehr passend das (antike) Datum der Sommersonnenwende (22~24. Juni) und der Wintersonnenwende (25. Dezember).

Jesus Christus, seine Mutter Maria und Johannes der Täufer sind die einzigen, bei denen außer dem Sterbetag auch der Geburtstag gefeiert und in der katholischen Kirche als Hochfest begangen wird.

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Verbindung zwischen den Gemeindeteilen stärken

Im Eichsfeld gebe es viele Kirchen, die dem heiligen Johannes als Kirchenpatron haben, erzählt Siegfried Herschel vom Hilkeröder Kirchengemeinderat. In Hilkerode wird an diesem Tag ein Patronatsfest gefeiert. Und das schon seit vielen Jahren. Von einer guten Tradition spricht Herschel. Es sei eine schöne Gelegenheit die Verbindung zwischen den Gemeindeteilen Hilkerode, Rhumspringe und Rüdershausen aufrechtzuerhalten und zu verbessern.

Das Fest beginnt um 10.30 Uhr mit dem Festgottesdienst. Für die musikalische Gestaltung sorgt der Johanneschor. Dieser Hilkeröder Kirchenchor besteht seit fünf Jahren und hat sich „immer mehr etabliert“, wie Herschel sagt. Familien mit Kindern wird eine sogenannte Kinderkirche angeboten, die Kinder werden während der Messe betreut. Nach dem Gottesdienst werden Fahrzeuge geweiht.

50jähriges Weihejubiläum 2019

Das siebenköpfige Team des Kirchenrates hat nach der Messe ein geselliges Beisammensein organisiert. 15 Helfer aus den Gemeinden werden im Einsatz sein, um die Gäste zu versorgen.

Die moderne Kirche in Hilkerode wurde 1969 nach den Plänen des Karlsruhers Friedrich Zwingmann erbaut. Im nächsten Jahr können die Hilkeröder ihr 50jähriges Weihejubiläum feiern. Im Dezember wurde die Kirche damals geweiht. Gefeiert wird 2019 wahrscheinlich schon im Oktober, sagt Herschel, da sich im Dezember für so ein Fest nur schwer ein Termin finden lässt. Stolz sind die Hilkeröder auf ihre Kreuzpartikel-Reliquie, die auch ordnungsgemäß beurkundet ist, wie Herschel sagt.

Drei Vorgängerbauten

Ursprünglich existierten drei Vorgängerbauten der heutigen katholischen Kirche, wobei die erste in das Jahr 1422 datiert wird und ein Gotteshaus im gotischen Architekturstil war. Seit dem 1. November 2014 gehört die Kirche zur Pfarrei „St. Sebastian“ mit Sitz in Rhumspringe.

Von Christiane Böhm

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