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Duderstadt Kulturnetzwerk für junge Leute
Die Region Duderstadt Kulturnetzwerk für junge Leute
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19:08 29.08.2017
v.l.: Tobias Wolff und Sr. Ingeborg Quelle: Christina Hinzmann
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Duderstadt

„Kultur ist noch lange nicht für alle zugänglich“, sagte Tanzpädagoge Christoph Schütz, der Tanzprojekte in Schulen anbietet. Damit sprach er das aus, was Schwester Ingeborg Wirz, Geschäftsführerin der Ursulinen-Stiftung, als Grundidee für das Pilotprojekt bezeichnete. „Hiermit soll ein wichtiger Beitrag geleistet werden, junge Menschen stärker mit Kulturarbeit in Kontakt zu bringen und sie durch Kulturvermittlungsangebote in ihren Kompetenzen zu stärken“, sagte die Duderstädter Ordensschwester, die auch für die Koordination des Kulturkloster-Projektes zuständig ist.

Junge Leute sollen von selbst kommen

Geplant ist, die Stelle für einen Kulturpädagogen zu schaffen, der ein Kulturnetzwerk pflegen und ausbauen soll. Mit dem Pädagogen als Schlüsselfigur können Lehrer, Schüler und alle in der Jugendarbeit Aktiven professionelle Hilfe für jede Form von Kulturprojekt finden. Ob es um Übungsräume, Auftrittsmöglichkeiten, Sponsorensuche oder die grundsätzliche Umsetzung von Ideen geht – der Pädagoge sollte entsprechende Kontakte vermitteln und Hilfe leisten können. Die Profis für Musik, Tanz oder Theater stellen die Händel-Gesellschaft, das Deutsche Theater und die Musa bereit, das Duderstädter Ursulinenkloster bietet Seminarräume, Übernachtungs- und Auftrittsmöglichkeiten und stellt das Büro für den Kulturpädagogen in der Duderstädter Marktstraße 70 an einem zentralen Ort in der Innenstadt zur Verfügung.

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„Wir würden uns wünschen, dass die jungen Leute auch selbst kommen, um ihre Ideen zu Themen, die sie und ihre Altersgruppe beschäftigen, umzusetzen“, fasste Theaterpädagogin Gabriele Michel-Frei die Ziele des Projektes zusammen. Mit dem Kulturkloster solle zudem ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Region geliefert werden, betonte Sr. Ingeborg bei der öffentlichen Vorstellung des Projektes, wozu auch Vertreter aus Politik, darunter MdB Fritz Güntzler (CDU), und Wirtschaft gekommen waren.

Kurze Wege und kurzen Drähten

Außerdem waren die Vertreter der Duderstädter Schulen eingeladen worden, von der Förderschule bis zum Gymnasium und zur Berufsschule. Die geschlossene Duderstädter Schullandschaft mit „kurzen Wegen und kurzen Drähten“ hielten auch Tine Tiedemann vom Musa-Team und Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Händel-Gesellschaft, als besonders geeignet für das Pilotprojekt. „Nur über die Schulen können wir wirklich alle Kinder und Jugendlichen erreichen“, bestätigte Sr. Ingeborg. Das Projekt soll sich zunächst vor allem auf die jungen Menschen in Duderstadt und im Untereichsfeld konzentrieren. „Perspektivisch ist die Ausweitung auf das Obereichsfeld, Südniedersachsen und darüber hinaus Bestandteil der Vision“, so die Koordinatorin. Zu den Sponsoren gehören der Landschaftsverband Südniedersachsen, die Stadt Duderstadt, die Sparkasse Duderstadt und der Verein zur Förderung des Ursulinenklosters.

Die Stelle für den Kulturpädagogen sei ausgeschrieben, 16 Bewerber stünden zur Auswahl, sagte der Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Zum 1. Oktober solle die neue Stelle besetzt sein. Auf dem Duderstädter Apfel- und Birnenmarkt am 7. und 8. Oktober 2017 werde das Projekt „Kulturkloster“ erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, so die Initiatoren.

Von Claudia Nachtwey

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