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Duderstadt Gelassenheit vor der NDR Sommertour
Die Region Duderstadt Gelassenheit vor der NDR Sommertour
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00:00 01.07.2018
Geballte Aufmerksamkeit: Polizei, Feuerwehr und Duderst#dter Stadtverwaltung lauschen den Ausführungen von Thomas Kensy, dem zuständigen Redakteur des NDR.
Geballte Aufmerksamkeit: Polizei, Feuerwehr und Duderst#dter Stadtverwaltung lauschen den Ausführungen von Thomas Kensy, dem zuständigen Redakteur des NDR. Quelle: hö
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Duderstadt

Ortstermin zur Vorbereitung des Großevents: Das Pflaster glüht in der Hitze, die meisten Duderstädter sitzen in Eiscafès und meiden die Sonne. Nicht so die Konzerttechniker, Fernsehteams, Bauhofmitarbeiter, Rettungskräfte und Polizisten, die sich vor der Basilika St. Cyriakus treffen, um den Auftritt der britischen Rockmusiker um Manfred Mann vorzubereiten.

Sie alle lauschen den Ansagen von Laila Hoyen. Die Eventmanagerin koordiniert das Vorhaben für den NDR, fungiert außerdem als Veranstaltungsleiterin. Doch vor allem hat seinen Plan – in A1 ausgedruckt, steht auf dem schon fast alles, was während des Abends relevant sein wird.

Fest steht bereits, dass die Basilika die Kulisse des Konzerts sein wird: Neben der Statue des Kardinal Kopp wird die neun mal elf Quadratmeter große Bühne aufgebaut, links und rechts davon große Boxentürme, außerdem eine große Leinwand, damit Zuschauer auch von weit hinten etwas mitbekommen.

Klappt die Stromversorgung?

Was in der Theorie einfach klingt, ruft in der Praxis sofort Skeptiker auf den Plan: Wir haben nur begrenzt Leistung an den Verteilerkästen, warnt ein Mitarbeiter des Energieversorgers. Es entbricht eine Diskussion über Ampere-Zahlen, Kabelpeitschen und Verteilerkästen. Aus Sicht von Hoyen alles lösbar: Notfalls stellen wir halt ein Aggregat auf, sagt die Eventmanagerin.

Ähnlich verläuft auch die Diskussion der weiteren Punkte: Die Ü-Wagen müssen etwas anders aufgestellt werden, die Kameras optimal die Bühne im Blick haben. Außerdem braucht es Strom und Wasser für die Gastronomie – in Richtung der Unterkirche werden zahlreiche Stände das Konzertareal säumen. Irgendwann fällt den Technikern auf, dass sie ziemlich viele Schläuche und Kabel auf dem Gelände verlegen müssen. Der Duderstädter Bauhof hat das schon einkalkuliert und will ohnehin die Brehme trockenlegen – ein Kabelkanal zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Für Sicherheit ist gesorgt

Auch die Sicherheit der Gäste ist Thema: Einerseits wird das Deutsche Rote Kreuz im Einsatz sein, routiniert spult dessen Mitarbeiter den Plan ab: Ein großes Zelt auf der Wiese neben der Basilika, außerdem mehrere Fußtrupps auf dem Gelände. Erfahrungsgemäß drohe den Besuchern die größte Gefahr durch Dehydrierung, weiß Thomas Kensy, der für die Veranstaltung beim NDR verantwortliche Redakteur.

Auch Polizei und Feuerwehr sind auf die Situation eingestellt. Deren Sicherheitskonzept soll nicht an die große Glocke gehängt werden, aber sowohl Karl-Hubert Wüstefeld, Leiter des Polizeikommisariats, als auch Stadtbrandmeister Kai Walter sehen das Konzert gelassen. „Mit den Events, die wir hier schon abgewickelt haben, ist das schon Routine“, findet Walter. Und Wüstefeld sorgt sich vor allem wegen möglichen Problemen mit der Parksituation.

Kein „Hauch einer Sorge“

Auch Kensy, der für den NDR schon seit vielen Jahren derartige Veranstaltungen betreut, blickt entspannt auf die NDR-Sommertour-Station in Duderstadt. Schließlich kenne er die Stadt schon „und mir hat es hier immer total gut gefallen, weshalb ich nicht den Hauch einer Sorge habe.“

Einzig einen Punkt können die Zuständigen bei diesem Treffen nicht klären: Weil der NDR noch keine Details zur Stadtwette bekanntgegeben will, könnten kurzfristige Änderungen nötig sein. „Dann müssen wir halt umplanen“, kommentierte das Walter lakonisch.

Von Christoph Höland

30.06.2018
30.06.2018