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Duderstadt Planungen für das Heimatmuseum in Duderstadt laufen an
Die Region Duderstadt Planungen für das Heimatmuseum in Duderstadt laufen an
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00:19 01.05.2019
Das Heimatmuseum soll nicht nur grundsaniert, es soll auch die Ausstellung überarbeitet werden. Quelle: Christina Hinzmann
Duderstadt

Für 1,8 Millionen Euro soll das Duderstädter Heimatmuseum saniert werden. Das in die Jahre gekommene Fachwerkhaus an der Oberkirche muss baulich aufgebessert werden – und soll gleichzeitig eine neue inhaltliche Ausrichtung bekommen.

Die Fassade des Heimatmuseums muss erneuert werden. Quelle: Christina Hinzmann

„In diesem Jahr soll die Planung erfolgen“, sagt der Fachdienstleiter für Bildung und Kultur der Stadt Duderstadt, Horst Bonitz. Das Haus müsse grundsaniert werden. Die Fassaden müssten erneuert und die Elektronik modernisiert werden. Außerdem soll es energetisch auf den neusten Stand gebracht werden.

Finanziert durch Städtebauförderung

„Das ist ein altes Fachwerkhaus aus dem vorletzten Jahrhundert“, erklärt Bonitz. Als städtisches Gebäude kam es für die Städtebauförderung des Bundesinnenministeriums in Frage. So kann die Verwaltung nun 60 Prozent der Kosten für die bauliche Sanierung decken. „Der Rest kommt von der Stadt.“

Auf das heimische Handwerk könnte sich die neue Ausstellung fokussieren. Quelle: Christina Hinzmann

Das sechsstellige Vermächtnis von Ilse Marie Bock, die ihr Vermögen für das Museum hinterlassen hat, soll hingegen in die inhaltliche Neuausrichtung des Museums fließen. „Das Museum soll regional geprägt bleiben“, berichtet Bonitz. Aber es solle eine stärkere Fokussierung auf das heimische Handwerk geben. „Das können wir sicherlich mit guten, neuen Ideen voranbringen, um ein breiteres Publikum anzusprechen.“

Konzept noch im Entstehen

Das neue Konzept sei aber gerade erst im Entstehen, sagt die Museumsleiterin Sandra Kästner. Andere Schwerpunkte soll die Ausstellung wohl in jedem Fall erhalten: „Es könnten aktuellere, stadtbezogene Themen sein.“ Neben dem Handwerk könnte unter anderem die Druckkunst einen Platz im Museum finden.

Für die Konzeption des neuen Angebots sollen wissenschaftliche Partner gewonnen werden. Quelle: Christina Hinzmann

„Archäologie und Stadtgeschichte sind noch gar nicht so präsent“, ergänzt Kästner. „Es gibt ganz viele Ideen.“ Die Mitarbeiter des Heimatmuseums hätten den Anspruch, die Sammlung wissenschaftlich aufzubereiten. „Wissenschaftliche Partner sollen gewonnen werden“, berichtet die Museumsleiterin. Damit soll der Bildungsauftrag des Heimatmuseums erfüllt werden.

Interaktives und digitales Angebot

Außerdem wollen die Planer mit Schulen, Vereinen, dem Handwerk und Institutionen wie Alten- und Pflegeheimen zusammen arbeiten. „Es soll nicht so sein, dass das Konzept aus einer Hand kommt“, sagt Kästner. Künftig könnten Besucher des Museums zum Beispiel Workshops besuchen, interaktives und digitales Arbeiten soll möglich werden. „Wir wollen hohe Flexibilität in allen Bereichen.“

Nach der Grundsanierung soll das Heimatmuseum barrierefrei sein. Quelle: Christina Hinzmann

Bei der baulichen Grundsanierung soll die neue inhaltliche Ausrichtung bereits berücksichtigt werden. Die Räume könnten zum Beispiel als kleinere Parzellen gestaltet werden. Sie könnten jedoch auch offener werden, meint Bonitz. Dann könnten sie über mobile Trennwände an die jeweilige Ausstellung angepasst werden.

Barrierefreie Gestaltung des Museums

„Wir brauchen mal einen großen Raum und mal einen kleinen Raum“, sagt Kästner. Bislang waren die Mitarbeiter bei der Ausstellung und bei Veranstaltungen immer an die Raumstruktur gebunden. Wichtig sei zudem auch ein behindertengerechter Zugang: „Das Haus soll barrierefrei gestaltet werden“, fügt Bonitz hinzu.

Die Planungen für das Heimatmuseum sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. In den Jahren 2020 und 2021 soll das Haus dann saniert werden. Während dieser Zeit werden die Exponate voraussichtlich nicht zugänglich sein.

Von Norma Jean Levin

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