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Duderstadt Gedenkplatz in Gerblingerode schreitet voran
Die Region Duderstadt Gedenkplatz in Gerblingerode schreitet voran
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13:00 27.06.2019
Die Arbeiten für den Platz des Gedenkens schreiten voran. Vorarbeiter Werner Trapp (Foto) der Firma Landschaftsbau Mühlhausen und seine Mitarbeiter Martin Werneburg und Patrick Koch haben die Begrenzungsmauer bereits fast fertig. Quelle: Eichner-Ramm
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Gerblingerode

Die Sandsteinmauer, welche den künftigen Platz des Gedenkens begrenzt, wirkt wuchtig. Doch der Eindruck täuscht, denn innerhalb der Begrenzung wird noch Erdreich aufgefüllt. Im August soll der neue Platz des Gedenkens in Gerblingerode fertig sein. Das hat Ortsbürgermeister Dieter Thriene (CDU) am Mittwochabend während der Ortsratssitzung bekannt gegeben.

Öffentlichen Maßnahmen in Gerblingerode, Immingerode und Tiftlingerode laufen

Das Projekt Platz des Gedenkens in Gerblingerode ist eines der derzeit laufenden öffentlichen Maßnahmen, die im Rahmen der Dorfentwicklung gefördert werden. Voraussichtlich im Juli werden die Bauarbeiten am Pilgerweg von Immingerode hinauf zum Pferdeberg beendet sein. Baubeginn für das Projekt Glaubensspuren im Förderbereich „Kulturerbe“ war im Februar 2019. Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellen Angaben der Stadtverwaltung Duderstadt auf 107045 Euro, der Eigenanteil der Stadt liegt bei 50311 Euro.

Derzeit wird auch am dritten Vorhaben der aktuellen Förderrunde mit Hochdruck gearbeitet. Es handelt sich um den An- und Umbau des Gemeindezentrums in Tiftlingerode. Spatenstich für das Kooperationsprojekt von Kirche und Kommune war Ende März, Richtfest wurde erst kürzlich gefeiert. Die Beteiligten hoffen, dass die Maßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Die Gesamtkosten gibt die Verwaltung ein einer aktuellen Aufstellung mit 646373 Euro an. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 60000 Euro, Fördermittel fließen in Höhe von 395809 Euro, die restliche Summe von 190564 Euro finanzieren das Bistum Hildesheim und Spender.

Mit Platz des Gedenkens ins Förderprogramm geschafft

Gerblingerode war zunächst mit zwei Wunsch-Projekten an den Start gegangen: der Aufwertung des Mehrzweckgebäudes zum Mehrgenerationentreff und dem Platz des Gedenkens samt Abbruch des alten, maroden Ehrenmals. Ins Förderprogramm geschafft hat es der Plan, angrenzend an der Friedhofskapelle einen Platz des Gedenkens neu zu errichten. Dort soll auch ein neu gestaltetes Ehrenmal seinen Standort finden. Wenn das neu modellierte Gelände fertig ist, was voraussichtlich im August der Fall sein wird, dann soll noch das alte Betonehrenmal abgebaut werden.

Keine Ruheoase am alten Standort möglich

Das bestehende Ehrenmal in Gerblingerode ist marode, ebenso das Umfeld, wie die Treppen und die Mauern. Quelle: Eichner-Ramm

Die Planung hatte Landschaftsarchitekt Gerhard Kohl vom Göttinger Planungsbüro Kohl erarbeitet. Ruhe und Innehalten seien am bisherigen Standort des Ehrenmals kaum möglich, der Verkehrslärm an der Durchgangsstraße bei Gedenkfeiern sehr störend. Auch gebe es dort keine Sitzgelegenheiten, nannte Thriene die Gründe für das Projekt. Dort eine Ruheoase zu schaffen, sei aufgrund der räumlichen Enge und der Straßenrandlage „kaum mit vertretbaren Kosten realisierbar“, argumentierte der Landschaftsarchitekt für den neuen Standort angrenzend an die Friedhofskapelle.

Der Vorplatz der Friedhofskapelle wird neu gestaltet. Er wird angeschüttet und durch eine Natursteinmauer aus Wersersandstein abgefangen und umgeben. Innerhalb des so entstehenden Geländes soll es Sitzbänke geben, auch Pflanzungen sind vorgesehen. Schließlich wird hier auch das neu gestaltete Denkmal seinen Platz finden. Dieses werde zurzeit von einer Firma aus Corten-Stahl und Glas angefertigt, sagte der Ortsbürgermeister. Wenn die beauftragten Firmen im Juli, spätestens aber Anfang August mit den Arbeiten fertig sind, werde es eine „Einweihungsfeier“ geben, kündigte Thriene an. Dabei betonte er, dass es sich bei dem Projekt im Rahmen der Dorfentwicklung nicht um ein Ehrenmal sondern eben um einen Platz des Gedenkens handle, „weil sonst keine Förderung möglich gewesen wäre“, fügte er hinzu.

Mehr zum Thema:

 Detailplanung für Platz des Gedenkens (14.10.2018)

Gerblingerode mit zwei Projekten am Start (15.8.2018)

 Neues Ehrenmal für Gerblingerode (3. 8.2018)

 Fristgerechte Abgabe der Förderanträge (14.9.2017)

 Ehrenmal Gerblingerode: Fugen bröckeln, Stufen brechen (3.12.2014)

„Dorfregion Duderstädter Dörfer“

Breitenberg, Gerblingerode, Hilkerode, Immingerode, Tiftlingerode und Westerode – das sind die sechs Dörfer, die als „Dorfregion Duderstädter Dörfer“ 2014 in das Förderprogramm Dorfentwicklung des Landes Niedersachsen aufgenommen wurden. Ziel des Programms ist es, die Lebensqualität in ländlichen Räumen zu erhalten und zu verbessern. Dazu sollen Gemeinschaftseinrichtungen und Nahversorgung aber auch Ortsbild und Dorfcharakter im Mittelpunkt stehen. Gefördert werden können private Vorhaben mit bis zu 30 Prozent, wobei immer im Einzelfall geprüft wird, ob die Kriterien der sogenannten ZILE-Richtlinie (ZILE = Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) erfüllt werden. Eigentümer älterer Gebäude oder früher landwirtschaftlich genutzter Immobilien, die saniert oder umgenutzt werden sollen, können sich unverbindlich und kostenlos vom Fachdienst Stadtplanung der Stadt Duderstadt beraten lassen – Kontakt: Anna-Lena Karnbach, Telefon 05527/841-140, E-Mail: a.karnbach@duderstadt.de.  

Förderanträge einmal im Jahr möglich

Einmal im Jahr, im September, können Förderanträge über das Amt für Regionale Landesentwicklung gestellt werden. Das Förderprogramm zur Dorferneuerung läuft voraussichtlich noch bis zum Jahr 2022, letztmöglicher Termin für einen privaten Förderantrag ist der 15. September 2022.

Weitere öffentliche Projekte

Mit seiner Beschlussempfehlung an den Verwaltungsausschuss und den Rat der Stadt hat unlängst der Stadtentwicklungsausschuss grundsätzlich grünes Licht gegeben für drei Maßnahmen, die in Westerode, Breitenberg und Hilkerode im Rahmen der Dorfentwicklung geplant sind. Abschließende Vorplanungen samt konkreter Kostenschätzungen sollen dem Rat am 1. Juli zur endgültigen Beschlussfassung und Antragstellung vorgelegt werden.

Die drei Ortschaften, die bisher nicht zum Zuge gekommen sind, stehen mit ihren Projekten quasi in den Startlöchern. Was ist geplant?

Westerode:

Aus Sicht des Ortsrates wird eine „Ertüchtigung der Mehrzweckhalle als notwendig erachtet. Das wäre nach Angaben der Verwaltung voraussichtlich im Rahmen des Förderbereiches „Basisdienstleistungen“ mit bis zu 63 Prozent förderfähig. Eine Antragstellung wäre im September 2019 denkbar. Die Verwaltung hat zusammen mit dem Ortsrat acht verschiedene Varianten für einen Umbau/Neubau der Mehrzweckhalle erarbeitet. Die Varianten variieren kostenmäßig zwischen 405000 Euro und 2,435000 Euro. Eine weitere Variante wurde noch nicht geprüft. Dabei wäre ein Anbau nördlich der Mehrzweckhalle vorgesehen, der einen neuen Versammlungsraum, ein neues Stuhllager, Abstellräume und einen Verbindungsflur umfassen würde. Die bestehende Halle soll in ihrer Größe und Funktion erhalten bleiben, wobei Sanierungsmaßnahmen an Fassade und im Innenbereich notwendig wären. Im Erdgeschoss des Wohnhauses könnten passende Rämlichkeiten für Jugendraum WCC-Archiv und den Ortsheimatpfleger geschaffen werden.

Breitenberg:

Ihren Windmühlenplatz in der Ortsmitte wollen die Breitenberger neu gestalten und damit eine größere Nutzungsvielfalt erreichen. Dazu wurden im Mai bei einer Ideenwerkstatt Möglichkeiten erörtert und Vorschläge in Skizzen festgehalten. In weiteren Schritten müsse jetzt entschieden werden, welche Ideen umgesetzt werden sollen, anschließend wäre eine konkrete Planung samt Kostenschätzung zu erstellen. Je nach Komplexität und Umfang wäre aus Verwaltungssicht eine Antragstellung zum 15. September 2019 denkbar. Die Förderfähigkeit im Rahmen des Bereichs „Dorfentwicklung“ scheint gegeben zu sein. Der Fördersatz könnte bis zu 63 Prozent betragen.

Hilkerode:

Die Neugestaltung der Ortsmitte, insbesondere des maroden Brunnens, wünscht sich der Ortsrat Hilkerode. Derzeit erarbeitet der Ortsrat eine grundsätzliche Vorstellung davon, was mit dem Brunnen geschehen soll. Bis September will man sich entschieden haben, ob dieser erhalten und restauriert, umgebaut oder aber abgerissen und neu gebaut werden soll. Danach könne die Planung der Gesamtmaßnahme mit einer Neugestaltung des Platzes konkretisiert werden. Ein Förderantrag könnte dann im September 2020 gestellt werden. Auch hier kann der Fördersatz bis zu 63 Prozent betragen.

Von Britta Eichner-Ramm

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