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Duderstadt Polizei kündigt Kontrollen im Schlosspark an
Die Region Duderstadt Polizei kündigt Kontrollen im Schlosspark an
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18:41 26.11.2010
Von Kuno Mahnkopf
Unregelmäßig im Schlosspark unterwegs: Wolfgang Döring und Helmut Degener (v. l.) von der Polizeistation Gieboldehausen.
Unregelmäßig im Schlosspark unterwegs: Wolfgang Döring und Helmut Degener (v. l.) von der Polizeistation Gieboldehausen. Quelle: Blank
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Die verschärften Bestimmungen zum Silvesterfeuerwerk bereiten Polizei und Politikern besonderes Kopfzerbrechen. Weil Feuerwerk nach der Änderung des Sprengstoffgesetzes inzwischen in die Nähe von Fachwerkhäusern grundsätzlich unzulässig ist, hat die Duderstädter Verwaltung mit Rückendeckung des Rates in diesem Jahr erstmals ein Feuerwerksverbot für die Kernstadt verhängt.

Die Verkaufsstellen wurden um entsprechende Hinweise gebeten. Das reicht aber nicht. Ordnungsamt und Polizei müssten die Einhaltung des Verbotes auch kontrollieren können, was flächendeckend kaum zu bewerkstelligen ist. „Wir können das Verbot nur punktuell überwachen“, sagt Duderstadts Polizeichef Otto Moneke.
Und enge Fachwerkbebauung gibt es nicht nur in Duderstadt, sondern auch in den Ortsteilen und vielen Orten der Samtgemeinde Gieboldehausen. Dort greift zum kommenden Jahreswechsel zwar noch kein Rats- oder Verwaltungsbeschluss. In der Dienstbesprechung im Gieboldehäuser Rathaus war man sich aber einig, dass die Mitgliedsgemeinden je nach Bebauung und örtlicher Situation die Möglichkeit künftiger Feuerwerksverbote zu Silvester überprüfen sollten.

Wie beim Feuerwerksverbot kommt es auch beim Verbrennen von Gartenabfällen auf die Mindestabstände zu Gebäuden an. Polizeichef Moneke weist darauf hin, dass die Bestimmungen auch nach Abschaffung regulärer Brenntage für Einzelfälle mit Sondergenehmigung gelten. Im Ortskern sei das Verbrennen von Strauchschnitt im Prinzip kaum noch möglich, merkt Bürgermeister Grobecker an. Moneke betont, das Grundstückseigentümer beim Verbrennen von Gartenabfällen für eventuelle Schäden haftbar seien und keinerlei Versicherung greife.

Ein stärkeres Augenmaß will die Samtgemeinde Gieboldehausen auf Drängen von Polizei und Feuerwehr auf die Frage darauf richten, bei größeren Veranstaltungen – also ab etwa 200 Personen – Brandwachen anzuordnen. Das gelte für verschiedene Anlässe, von der Stufenfete bis zum Schützenfest, verdeutlicht Moneke.
Fortsetzen will die Polizei ihre Präsenz und unregelmäßigen Kontrollen im Gieboldehäuser Schlosspark. Um den Vandalismus dort und auch an anderen Stellen einzudämmen, drängt Moneke die Gemeinden, bei Sachbeschädigungen künftig auch Strafanträge zu stellen. „Ob das Verfahren eingestellt wird, spielt dabei keine Rolle“, sagt der Polizeichef: „Wir brauchen aber Erkenntnisse über Schwerpunkte und eine Grundlage zum Handeln.“

Des weiteren ging es in der Dienstbesprechung um eine Reihe formalrechtlicher Abstimmungen. So muss die Straßenfreigabe nach Hochwasser oder Unfällen in letzter Verantwortung immer durch den zuständigen Baulastträger erfolgen. Und das Aufstellen von Geh- oder Verbotsschildern in den Mitgliedsgemeinden ist von der Samtgemeinde ordnungsrechtlich anzuordnen.