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Duderstadt Polizei verschärft Kontrollen
Die Region Duderstadt Polizei verschärft Kontrollen
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10:04 04.11.2011
Dunkelheit, Nebel und schmierige Fahrbahn: Herbst und Wintermonate sind erfahrungsgemäß unfallträchtig. Quelle: NP
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Duderstadt

„Im vergangenen Jahr hatten wir bis Ende September 35 schwere Unfälle mit insgesamt 26 Schwerverletzten und Toten, in diesem Jahr sind es im gleichen Zeitraum sogar 40 Unfälle, bei denen 33 Menschen verletzt oder getötet wurden“, zieht Duderstadts Polizeichef Otto Moneke vorläufige Bilanz. Das zeige, dass weitere intensive Verkehrskontrollen im Bereich nötig seien und auf jeden Fall umgesetzt würden.

Gerade mit Beginn der dunklen Jahreszeit, durch Nebel, Dunkelheit, verstärkten Wildwechsel sowie nasse und schmierige Straßen ohnehin unfallträchtig, sollten Autofahrer „konzentriert und vorsichtig“ unterwegs sein, warnt Moneke vor allem vor überhöhter Geschwindigkeit und leichtsinnigem Fahrverhalten auf bekannten Strecken: „Das tut uns zwar personell gesehen weh, aber wir werden noch stärker kontrollieren, denn wir wollen die Unfallzahlen in unserem Bereich deutlich senken“. Dabei steht für die Duderstädter Beamten das persönliche Gespräch mit den Verkehrsteilnehmern im Vordergrund. „Es geht uns nicht darum, Bußgelder zu kassieren, sondern den Verkehrsteilnehmer mit seinem Verstoß zu konfrontieren und ihm mögliche Folgen aufzuzeigen, um eine Nachhaltigkeit zu erreichen“, antwortet Moneke auch auf die häufig von Autofahrern gestellte Frage, ob die Polizei denn nichts Besseres zu tun habe: „Was kann besser sein, als sich zu bemühen, schwere Unfälle zu verhindern? Prävention ist nicht messbar.“

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Koordiniert werden sämtliche Kontrollen und Einsätze in den kommenden Monaten vom Ersten Polizeihauptkommissar Peter Kleinschmidt. Der 44-jährige Nesselröder übernimmt bis zum 31. März kommenden Jahres die Leitung Einsatz- und Streifendienst beim Polizeikommissariat Duderstadt und vertritt damit Herman Niesen, der für ein halbes Jahr aus dienstlichen Gründen in Göttingen bleibt. Kleinschmidt weist insbesondere auch auf das Thema Wildunfälle hin. 215 Vorfälle dieser Art habe es in diesem Jahr bereits gegeben. Besonders betroffen seien die K 107 zwischen Gieboldehausen und Rhumspringe, die B 247 zwischen Gieboldehausen und Obernfeld sowie die B 27 im Bereich Krebecker Kreuz. „Jeder, der ein Stück Wild sieht, sollte daran denken, dass es nie allein unterwegs ist.“

Von Anne Eckermann