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Duderstadt Der Bankmitarbeiter als letzte Rettung
Die Region Duderstadt Der Bankmitarbeiter als letzte Rettung
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07:00 31.07.2018
Marko Otte mit dem Duderstädter Sparkassenvorstand Markus Teichert und Uwe Hacke. Quelle: Foto: r
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Duderstadt

Es ist erst wenige Wochen her, da klingelte im Großraum Duderstadt bei älteren Mitbürgern das Telefon. „Guten Tag. Hier spricht die Kripo Göttingen. Wir haben einen Einbrecher festgenommen und ihre Anschrift bei ihm gefunden.“ So oder ähnlich klingt der Text dann immer. Anschließend versucht der angebliche Polizeibeamte mit verschiedenen Geschichten, irgendwie an das Geld oder die Wertsachen des Betroffenen zu gelangen. Einige der Angerufenen entlarven den Betrug und legen auf, andere nicht.

„Der Schaden kann hoch bis 100 000 Euro gehen“, erzählt Marko Otte. Der Beauftragte für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Göttingen steht an diesen Montagvormittag in der Sparkasse Duderstadt. Er versucht mit Bankkunden ins Gespräch zu kommen, ihnen zu erklären, wie sie sich schützen können.

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Enorm hohe Dunkelziffer

Er habe an diesem Tag schon gute Gespräche an seinem Infostand führen können. Es sei ein guter Weg mit Menschen höheren Alters in Kontakt zu kommen. In den wenigsten Fällen würden sich die Betroffenen selbst bei der Polizei melden. Die Dunkelziffer bei diesen Delikten sei enorm hoch. Otte nennt dafür mehrere Gründe: Entweder schämten sich die Angerufenen, weil sie auf einen Betrüger hereingefallen seien. Oder sie seien durch die fremden Anrufer eingeschüchtert worden. Auch komme es vor, dass die Betrüger durch lange oder wiederholte Telefonate ein so starkes Vertrauensverhältnis zu den Angerufenen aufbauen, so dass diese sich sogar von ihrem privaten Umfeld zurückzögen.

Die Strategie der falschen Anrufer folgt meist einem bestimmten Muster. Sie telefonieren in einer bestimmten Region die Nummern älterer alleinstehender Menschen ab. Als Nummer erscheint meist eine dem Original sehr ähnliche Nummer – wie beispielsweise die 05527/110. „Tatsächlich kommen die Anrufe aus der Türkei“, weiß Otte. „Opfer berichten von einer Redegewandtheit mit hoher Überzeugungskraft.“

Betrüger missbrauchen Vertrauen in die Polizei

Was Otte besonders ärgert: Die Täter nutzen das Vertrauen der Bürger in die Polizei schamlos aus – und beschädigen es. „Wenn sich die Betrüger als Polizisten ausgeben, geht es um meine Berufsehre“, sagt Otte. Daher sei er gerne der Einladung der Duderstädter Sparkasse gefolgt, vor Ort mit Bankkunden ins Gespräch zu kommen. Die Banken haben großes Interesse an der Reduzierung dieser Betrugsfälle, denn auch ihr Ruf wird in Mitleidenschaft gezogen. In einer neuen Variante warnen die falschen Polizisten vor betrügerischen Bankangestellten, die Falschgeld in Umlauf bringen würden. „So wird auch noch das Vertrauen in die Hausbank erschüttert“, so Otte.

Direkt nach den jüngsten Betrugsversuchen in Duderstadt wurden die Sparkassen-Mitarbeiter noch einmal von der Polizei geschult. Otte: „Ein aufmerksamer Bankmitarbeiter kann der letzte Schutz sein, bevor der Betrüger sein Geld bekommt.“ Abschließend rät der Experte zu gesundem Misstrauen bei verdächtigen Telefonaten und zu einem Anruf – per 110 bei der echten Polizei.

Von Markus Scharf

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