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Duderstadt Protest zeigt Wirkung
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15:19 29.01.2011
Ärger: Anwohnerin Doris Schwedhelm kommt zu Wort. Gesendet wird der Beitrag bei SAT 1 am Montag gegen 17.30 Uhr.
Ärger: Anwohnerin Doris Schwedhelm kommt zu Wort. Gesendet wird der Beitrag bei SAT 1 am Montag gegen 17.30 Uhr. Quelle: Blank
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Schon eine halbe Stunde vor der Ankunft hatte sich ein Dutzend Westeröder zur freitäglichen Verkehrsstoßzeit versammelt, um ihrem Unmut über das Warten auf die 3,3 Kilometer lange Umgehungsstraße Luft zu machen. „Das muss hier erst Tote geben, bevor etwas passiert“, ereifert sich einer während des Ausharrens bis zur Ankunft der Kameraleute, die zuvor im Duderstädter Rathaus mit dem Bürgermeister sprachen.

Es ist bereits das zweite Fernsehteam, das den Ort nach Erscheinen des Tageblatt-Artikels besucht. Auch die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Hartwig Fischer (CDU) waren schnell zur Stelle, als die Worte von Politikverdrossenheit und dem Ärger der Westeröder in der Welt waren, berichtet Engelbert Gatzemeier, Wortführer der wütenden Wartenden von Westerode.

Das bestätigt auch Ortsbürgermeister Bernward Vollmer (CDU): „Ich habe bereits Rücksprache mit den Abgeordneten gehalten“, erklärte er auf Tageblatt-Nachfrage. Oppermann habe bereits einen Brief an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CDU) gesandt. Fischer und Oppermann hofften auf einen baldigen Gesprächstermin, so Gatzemeier, der zur gestrigen Ratssitzung einen Antrag auf verkehrslenkende Maßnahmen an Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) übergab. Die sollen die Belastungen reduzieren und die Zeit bis zum erhofften Baubeginn überbrücken.

Vollmer zeigt sich erfreut über die mediale Resonanz auf den Hilferuf der Dorfbewohner. „Ich bin sehr dankbar für das Interesse der Medien“, sagt er. „Herr Gatzemeier hat sich gut eingebracht. Ich freue mich, dass die Bevölkerung sich jetzt deutlicher äußert und auch Gehör findet.“ Er betont: „Wir sind auch politisch aktiv und hoffen, dass die Finanzierungszusage für die Straße bald kommt.“ „Nächste Woche kommt erstmal das Lärm-Messgerät“, kündigt Gatzemeier derweil an. „Man muss sich einmal klar machen, was hier pro Jahr durch den Ort rauscht“, erklärt er in die Kamera: „Es sind 4,7 Millionen Fahrzeuge.“ „Hoffentlich passiert jetzt endlich was“, sagt Anwohner Ewald Friedrichs, während er in der Kälte darauf wartet, das er an die Reihe kommt, vor die Kamera zu treten.

Von Erik Westermann